Tour d’Energie 2012: Teambuilding in Göttingen

Beim zweiten Rennen der Saison hat das Team Strassacker erneut eine starke Leistung eingefahren. Göttingen gehört wegen seiner tollen Organisation und der schönen Strecke traditionell zu den beliebtesten GCC-Rennen. Dieses Jahr hatte man allerdings ein wenig mit dem Umzug in den neuen Startbereich an der Sparkassen-Arena zu kämpfen. Da gibt es sicherlich Nachbesserungsbedarf.

Das Team Strassacker hatte schon im Trainingslager auf Mallorca und beim Rennen in Köln gezeigt, dass da eine echte Truppe zusammenwächst und die neuen, jungen Fahrer sich hervorragend ins Team integrieren. Dieser Teamgeist trat auch in Göttingen wieder ganz klar hervor. Wir standen mit zwei Teams auf der langen und einem Team auf der kurzen Strecke am Start. Neu dabei war unser Gastfahrer Frederik Nagel, der mal Teamluft schnuppern sollte und hochmotiviert an den Start ging.

Auf der langen Strecke wurde nach der Neutralisation direkt von Beginn an hohes Tempo gemacht. Die Teams DKV, Merkur-Druck und Univega bestimmten das Renngeschehen, aber auch wir zeigten ständige Präsenz vorne im Feld. Es gab diverse Ausreißversuche, doch nie kam eine Gruppe zusammen in der alle wichtigen Teams vertreten war, so dass die Ausreißer immer wieder aufgefahren wurden. Auch die Gruppe, in die es Holger zusammen mit Fahrern der zuvor genannten Teams geschafft hatte, scheiterte.

So warteten eigentlich alle auf die übliche Entscheidung am Hohen Hagen, der mit einer Länge von 2,5 Kilometern und Streckenabschnitten von 12% Steigung in den letzten Jahren immer für die Rennentscheidung und die Bildung einer überschaubaren Spitzengruppe gesorgt hatte. Dieses Jahr wurde jedoch bereits im 5 km Anstieg auf den Bramwald gehörig Tempo gemacht und das Feld selektierte sich. Vorne schaffte es eine Spitzengruppe mit ca. 12-15 Fahrern, in der u.a. drei Fahrer von Merkur-Druck, ein Univega und mit Florian Hickl und Frederik Nagel auch zwei Strassacker-Fahrer vertreten waren, sich vom Feld abzusetzen.

Auf den folgenden 16 km bis zum Fuße des Hohen Hagen versuchte nun das Team Sonosan mit drei Fahrern den Anschluss zur Spitzengruppe herzustellen. Bei ständig wechselnder Fahrtrichtung befand sich die Verfolgergruppe immer wieder im Wind und auf der Windkante, was ordentlich Körner kostete. Zudem wurde die Nachführarbeit von den anderen Teams immer wieder verteitelt, indem man alle Attacken erfolgreich konterte.

Am Hohen Hagen fand dann eine zweite Selektion statt und die Verfolgergruppe zerlegte sich weiter in ihre Einzelteile. Auf den finalen 20 Kilometern zurück nach Göttingen wurde das Tempo von den Teams, die Fahrer in der Spitzengruppe hatten, jedoch weiter erfolgreich verschleppt, so dass viele Fahrer von hinten zurückkamen und die Verfolgergruppe wieder auf über 50 Fahrer anwuchs. Leider hatte Florian Hickl am Hohen Hagen so viel Kraft gelassen, dass er aus der Spitzengruppe abreißen lassen musste und zurück ins Hauptfeld fiel.

Der Vorsprung der mittlerweile nur noch 9-köpfigen Spitzengruppe wurde allmählich geringer, doch konnten die Fahrer gut 20 Sekunden Vorsprung ins Ziel retten, wo das Team Merkur-Druck ein kleines Feuerwerk zündete und die Plätze 1-3 belegte (Chapeau!) und das Team DKV mit einem Kettenriss von Sandor Kühmel großes Pech hatte (so dass sich nur 7 Fahrer der Spitzengruppe vor dem Hauptfeld platzieren konnten, Sascha Böhm, der seinem Kapitän zur Hilfe eilte, und Sandro Kühmel jedoch noch überholt wurden). Fredrik platzierte sich beim Teamdebüt direkt als bester Fahrer auf Platz 5 der Gesamtwertung und er verpasste zudem nur knapp den Sieg bei der neu eingeführten Bergwertung am Hohen Hagen. Doch ein zweiter Platz ist aller Ehren wert und das Team Strassacker konnte mit 6 Fahrern unter den ersten 20 der 100 km Strecke zeigen, wie stark wir am Berg aufgestellt sind.

Der Rest des Teams kam überwiegend mit dem Hauptfeld ins Ziel und belegte damit, wie schon in Köln, einen tollen 5. Platz in der Teamwertung. Team Strassacker 3 kam durch die starken Leistungen von Florian Hickl, Frederik Nagel und Krzysztof Skupke in der Teamwertung auf einen tollen 12. Platz.

Aufgrund einiger krankheitsbedingter Ausfälle musste das Team 2 auf der kurzen Strecke etwas Federn lassen und konnte den tollen Auftakterfolg mit dem 2.ten Platz in Köln nicht wiederholen, platzierte sich auf Rang 7 jedoch ebenfalls sehr gut.

Wir freuen uns auf das nächste gemeinsame Teamrennen Mitte Mai beim Alpencup in Radstadt. Zuvor nimmt eine kleine Abordnung am 1. Mai am Rennen in Frankfurt teil.

Autor: Holger Koopmann

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