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Team Strassacker stellt sich neu auf

Nach einer erfolgreichen Saison werden beim Amateurteam der Kunstgießerei Strassacker die Weichen in Richtung Zukunft gestellt. Am Rande des Teamtreffens am Sitz des Hauptsponsors in Süßen wird klar, wohin die Reise geht.

Es war ein besonderer Moment in der langen und erfolgreichen Geschichte des Teams Strassacker. Ein warmer Juni-Tag in den Alpen: Die fünfte Etappe der Tour Transalp läuft und der Zieleinlauf steht unmittelbar bevor. Nach wechselnden Siegern in den vergangenen Tagen biegt plötzlich ein Quartett auf die kurze, gepflasterte Zielgerade im italienischen Trento ein. Und alle vier tragen das gleiche Trikot. Tom Walther, Chris Mai, Florian Vrecko und Nils Kessler fahren Arm in Arm über den Zielstrich und strahlen – Doppelsieg für das Team Strassacker. So etwas hatte es in 18 Jahren Rennstall-Historie noch nicht gegeben.

„Dieser Zieleinlauf unserer beiden Transalp-Teams war für mich das Bild des Jahres“, sagte Franco Adamo in seiner Rede an die Mannschaft beim Teamtreffen zum Abschluss der Saison 2018. Am Ende der wohl härtesten Jedermann-Rundfahrt Europas standen zwei Etappensiege sowie die Plätze drei (für Nils Kessler und Florian Vrecko) und sechs (für Chris Mai und Tom Walther) in der Gesamtwertung, ein großer Erfolg für die Kunstgießerei-Équipe. Noch triumphaler endete das „Heimspiel“: Beim Jedermannrennen der Deutschland Tour in Stuttgart, das auch durch die Region des Hauptsponsors Strassacker führte, gewann der Rennstall die Teamwertung, mit einem bärenstarken Kai Miebach die Einzelwertung, brachte fünf Fahrer in die Top Ten und holte die Plätze eins und zwei in der Teamwertung, woraufhin sogar die heimische Landtagsabgeordnete Nicole Razavi (CDU) dem Team ausführlich gratulierte

Starke Vorstellung bei der Tour de Kärnten

Beim Teamtreffen, zu dem gut 30 aktive Rennfahrer und Vereinsmitglieder kamen, wurden zusätzliche Leistungen herausgestellt, über die sich Teamchef Adamo besonders freute: In sieben von elf gesetzten Teamrennen gewann Strassacker die Mannschaftswertung, Hanno Rieping siegte in Göttingen und Köln, Florian Vrecko fuhr bei Rad am Ring und dem Highlander ebenso auf Rang zwei wie Chris Mai bei der Skoda Velotour in Frankfurt, beim 24 Stunden-Rennen in Kelheim wurde Team Strassacker 2., beim Ötztaler Radmarathon wurde das Team bei widrigsten Bedingungen viertbeste Mannschaft (mit Florian Vrecko und Nils Kessler auf den Rängen 12 und 14) und bei der Tour de Kärnten standen die Fahrer in Celeste bei sechs der sieben Etappen auf dem Podest (bei zwei Etappensiegen durch Nils Kessler und Chris Mai), in der Gesamtwertung belegten Nils Kessler, Tom Walther und Chris Mai die Ränge zwei, fünf und sechs.

Nicht unerwähnt sollen auch weitere starke Resultate bleiben: Kai Miebach gewann die Hamburger Cyclassics (Mitteldistanz), Hanno Rieping wurde Deutscher Vizemeister der Masters II und belegte auch beim Granfondo Schleck in Luxemburg den zweiten Rang, Holger Koopmann (Einzelzeitfahren) und Hanno Rieping (Straßenrennen) wurden in Baden-Württemberg Landesverbandsmeister bei den Masters II, Florian Anders siegte in Gießen, Holger Koopmann bei Rund um Düren (Masters II) und Joscha Weber wurde Dritter beim Sparkassen Münsterland Giro (Mitteldistanz). Ein besonderes Lob bekam Christian Thomas für seinen sensationellen Durchmarsch in die Elite A-Klasse mit zwei Siegen binnen weniger Tage. Dort angekommen machte er direkt weiter mit den Podestplätzen und erwarb sich viel Respekt der Konkurrenz. „Eine ganz starke Leistung von Christian, er hat sehr gute Fahrer hinter sich gelassen“, zog Capitain de Route Holger Koopmann verbal seinen Hut vorm Teamkollegen.

Vier Zugänge und vier Abschiede

Doch hier soll noch nicht Schluss sein mit der erfolgreichen Teamgeschichte: „Dieses Level zu halten, muss auch für die Zukunft unser Anspruch sein“, gab Franco Adamo die Marschroute für 2019 vor. Allerdings verlassen die Mannschaft mit GCC-Sieger Hanno Rieping, Denis Holsinger, Kai Miebach und Jan Münch einige Leistungsträger. Andere wie Florian Vrecko, Florian Anders oder Joscha Weber müssen aus verschiedenen Gründen 2019 kürzer treten. Die entstandene Lücke muss geschlossen werden, Verantwortung auf andere Schultern verteilt werden. Andere Fahrer sollen nun ihre Chancen bekommen, sich zeigen können. Vielleicht ja auch die vier Neuzugänge: Benjamin Koch, Lukas Klöckner, Johannes König und Martin Axtner sollen mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten dem Team weiterhelfen.

Sportlich nimmt die Mannschaft wieder einen Mix aus Rennen des German Cycling Cups wie Göttingen, Frankfurt oder Köln und Rundfahrten wie die Tour de Kärnten ins Visier. Über den Winter und vor allem im Trainingslager im März auf Mallorca soll die neuformierte Mannschaft enger zusammenwachsen. Denn die Messlatte liegt hoch, nicht nur aufgrund der Erfolge der Vergangenheit, sondern durch die wachsende Stärke der Konkurrenz, wie sich auch beim RiderMan zeigte. Dort musste das Team Strassacker anderen den Vortritt überlassen, nach vielen dominierten Rennen eine wichtige Erfahrung für die Mannschaft. „Der Level in der Jedermann-Szene ist inzwischen so hoch, dass wir unser Bestes geben müssen, um zu gewinnen“, machte Teamchef Adamo zum Abschluss klar. Vielleicht ja genau der richtige Ansporn, um auch 2019 erfolgreich Rennen zu fahren.

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