Chris Mai gewinnt Skoda Velotour

2019 wurde er aufgrund einer Disqualifikation erst im Nachhinein zum Sieger erklärt, 2021 war er auch auf der Straße der Schnellste: Chris Mai siegt zum zweiten Mal in Folge beim Jedermannrennen des Radklassikers Eschborn-Frankfurt und krönt damit eine überragende Teamleistung für Strassacker inkl. Sieg in der Teamwertung.

Am Ende hatte Chris Mai Zeit sich aufzurichten, sein Trikot glatt zu ziehen und mit einem Handstreich den Schriftzug seines Sponsors zu präsentieren. Oder anders gesagt: Es war ein souveräner Solosieg, den der Strassacker-Fahrer da auf der Sossenheimer Straße in Eschborn feiern konnte. Doch bis es so weit war, lag ein hartes Stück Arbeit hinter Mai.

Rund zweieinhalb Stunden zuvor gingen an gleicher Stelle 2750 Starter auf die 100 Kilometer lange Strecke der Skoda Velotour, dem Jedermannrennen des Radklassikers Eschborn-Frankfurt. Die wie gewohnt hektische Startphase führte das Peloton ins Frankfurter Stadtzentrum auf den finalen Rundkurs der Profistrecke. Die Fahrer des Team Strassacker setzen sich dabei meist ganz vorn an die Spitze und kontrollierten so das Tempo. Bis zum Fuß des Feldbergs in Oberursel hielten Markus Herms und Dominique Jansing alles zusammen, so dass ein geschlossenes Feld in den elf Kilometer langen Anstieg ging.

Bei hohem Tempo wurde das bis dahin riesige Fahrerfeld immer kleiner und kurz vor dem Gipfel attackierte Christian Kreuchler (BKK Mobil), der sich damit den Sieg in der Bergwertung sicherte. Direkt dahinter passierte das Strassacker-Quartett Timo Dahlheimer, Chris Mai, Phil Peitzmeier und Sean Feldhaus mit der Verfolgergruppe die Kuppe in 845 Metern Höhe.

In der schnellen Abfahrt vom Feldberg holte Mai den Ausreißer Kreuchler schnell wieder ein und fuhr sogar mit einem Vorsprung in den ersten von drei Gegenanstiegen, doch bald war auch er wieder gestellt. „Sean hat mit mir bergab das Tempo hochgehalten. Auf der Ebene haben dann Phil und Sean vorne gearbeitet, wenn sich mal jemand lösen wollte. So haben wir das Ding top kontrolliert und zusammengehalten“, lobte Chris Mai später seine Teamkollegen.

Die Entscheidung musste also am bis zu 23 Prozent steilen Mammolshainer Stich falllen, der rund zehn Kilometer vor dem Ziel überfahren wurde. Dort setzte Mai eine Attacke, der nur Kreuchler sowie Robert Maertens (Team Corratec) folgen konnten. Das Trio passierte die Kuppe mit klarem Abstand und stürzte sich gemeinsam in die technisch anspruchsvolle Abfahrt. Dort erkannte Mai seine Chance: „Ich bin die Kurven perfekt angefahren. Als ich sah, dass die Jungs hinter mir ein Loch ließen, habe ich das Gas stehen lassen und habe das Ding im TT-Mode nach Hause gefahren.“ Hinter Mai und seinen Verfolgern Kreuchler sowie Maertens sprinteten Timo Dahlheimer und Sean Feldhaus als Fünfter und Sechster über die Ziellinie und auch Phil Peitzmeier finishte in den Top Ten. Leider wertete der Veranstalter jedoch jenseits der Top 3 nach Nettozeit, wodurch die Ergebnisliste ab Platz vier anders aussah als der tatsächliche Zieleinlauf.

„Die Jungs sind super stark gefahren. Chris hat der tollen Teamleistung die Krone aufgesetzt. Ich freue mich sehr, dass wir nach der langen Coronapause so erfolgreich zurück sind“, sagte Teamchef Franco Adamo, dessen Mannschaft nun noch einen erfolgreichen Saisonabschluss beim Sparkassen Münsterland Giro am 3. Oktober anstrebt.

Ergebnisse Skoda Velotour 100 Kilometer

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