RiderMan 2019: Ein gelungenes Rennwochenende – belohnt mit dem 2. Platz in der Teamwertung

Mit dem „RiderMan 2019“ stand für das Team Strassacker am vergangenen Wochenende das vorletzte Saisonrennen an, welches mit seinen drei Etappen und einem internationalen Starterfeld zu einer der härtesten Prüfungen des Jahres zählt. Trotzdem schlugen sich die sieben Teilnehmer der Süßener Kunstgießerei sehr beachtlich – allen voran Christian Thomas konnte mit seinem 3. Platz im Zeitfahren sowie dem 2. Platz auf der Schlussetappe überzeugen, genauso wie Chris Mai und Benni Koch, die in der Gesamtwertung auf den 6. und 7. Platz fuhren. Zudem überzeugte das Team mit einer aktiven Fahrweise über das ganze Wochenende.

Einzelzeitfahren (16 km / 200 Höhenmeter)
Das Einzelzeitfahren gehört bei den meisten Fahrern des Team Strassacker eher nicht zu den Lieblingsdisziplinen, trotzdem gibt es immer mehr Teamfahrer die auch daran Gefallen finden. So stehen mittlerweile selbst Sprinter wie Timo Dahlheimer oder Bergfahrer wie Benni Koch mit Zeitfahrrädern am Start – und das zahlt sich aus. Denn mit gleich drei Fahrern in den TOP 15 (Benni Koch 15. Platz / Chris Mai 5. Platz / Christian Thomas 3. Platz) legte das Team schon hier den Grundstein für das gute Ergebnis in der Teamwertung. Die Überraschung des Tages war dabei Chris Mai, der auf dem Rad des Teamkollegen Lukas Klöckner mit 21:14 min. direkt eine Zeit hinlegte, die in der Vergangenheit auch schon für den Sieg gereicht hätte. Gleiches gilt für Christian Thomas, der seine Stärken auf dem Kurs gut ausspielen konnte und in 21:00 min. aufs Podium fuhr.

2. Etappe (121 km / 1850 Höhenmeter)
„Die zweite Etappe ist ja noch länger und härter als in den letzten Jahren“ war ein Kommentar der am Vorabend bei der Siegerehrung öfters zu hören war. Entsprechend wurde eine hartes Ausscheidungsfahren erwartet und so kam es auch. Über die erste Hälfte des Rennens blieb das Spitzenfeld zwar zusammen und mit Lukas Klöckner, Christian Thomas, Chris Mai und Benni Koch waren noch vier Strassacker-Fahrer vorne dabei, doch am langen Anstieg nach Münchingen zerlegte es die Gruppe in mehrere Teile und Klöckner sowie Thomas fielen in abgehängte Gruppen zurück. Auch Mai und Koch konnten das Tempo der Spitze nicht ganz mitgehen, zeigten aber einen starken Kampfgeist und erreichten in der ersten Verfolgergruppe mit knapp drei Minuten Rückstand das Ziel auf den Plätzen sieben und acht in der Tageswertung. „Wir hatten uns eigentlich etwas mehr ausgerechnet, aber die fünf Fahrer in der Spitzengruppe waren heute einfach etwas zu stark. Am Ende können wir auch froh sein, dass Benni bei einem Verbremser nichts passiert ist und wir in der Teamwertung den zweiten Platz gehalten haben“, so Chris Mai im Ziel. Trotz der leichten Enttäuschung in der Tageswertung konnte sich Koch in der Gesamtwertung um neun Plätze verbessern und ging einen Platz hinter Chris Mai auf dem sechsten Platz in die Schlussetappe am Sonntag.

3. Etappe (99 km / 1220 Höhenmeter)
Die Taktikbesprechung am Vorabend der letzten Etappe war kurz, aber eindeutig: „Einfach überleben und falls Christian mit auf die Zielgerade kommt für ihn den Sprint anziehen“, so die Ansage von „Road Captain“ Timo Dahlheimer. Was sich so einfach anhört erwies sich dann allerdings als goldrichtige Taktik, denn genau so kam es. Nachdem die ersten Kilometer zügig gefahren wurden setzte sich der Gesamtführende Benedikt Helbig nach ca. 30 km alleine ab, wodurch das Tempo erstmal raus war. Dies nutzte auch Christian Thomas etwas später zu einer Attacke, mit dem Ziel den langen Anstieg nach Opferdingen im eigenen Tempo fahren zu können und erst an der Kuppe gestellt zu werden. Dies gelang und kurz darauf wurde auch Helbig gestellt, sodass ab dann eine neunköpfige Spitzengruppe das Rennen bestimmte – mit dabei neben den Führenden in der Gesamtwertung und dem Profi Heinrich Haussler auch Christian Thomas, Benni Koch und Chris Mai, wodurch das Team Strassacker die Übermacht in der Gruppe stellte. Trotz des hohen Tempos konnte sich am letzten Anstieg der spätere Gesamtsieger Tobias Eise von der Gruppe lösen, sodass die drei Fahrer in Celeste gefordert waren, wie Christian Thomas berichtet: „Da wir zu dritt waren mussten wir nachfahren und wechselten uns gut ab. Auf der Zielgeraden zogen mir Benni und Chris dann mustergültig den Sprint an und ich konnte Eise noch stellen, allerdings überholte mich Nils Merckx noch kurz vor dem Ziel.“ Trotzdem waren mit diesem erneuten Podiumsplatz alle sehr glücklich, vor allem weil das Team sich über die gesamte Renndistanz sehr gut präsentiert hatte. Auch für Chris Mai (6. Platz) und Benni Koch (7. Platz) sprangen noch gute Platzierungen in der Gesamtwertung heraus und in der Teamwertung konnte der 2. Platz abgesichert werden. Somit zog Teamchef Franco Adamo ein positives Fazit: „Was ich heute im Livestream von meinen Jungs über die ganze Zeit gesehen habe war ganz große Klasse, sowohl taktisch als auch vom Teamspirit her. Zwar hat es dann am Ende leider nicht zum Sieg gereicht, aber alles in allem war das für uns ein sehr erfolgreiches Wochenende, bei einer wirklich mustergültig organisierten Veranstaltung. Dieser Livestream beim Riderman hebt den Jedermannsport und diese Veranstaltung nochmals auf einen noch höheren Level und ist eine perfekte Werbung für Sponsoren – wir kommen in 2020 gerne wieder.“

Bevor die Planungen für das nächste Jahr aber losgehen, folgt noch das letzte Saisonrennen am 03.10. in Münster, wo das Team Strassacker noch einmal hochmotiviert am Start stehen wird.



Ergebnisse des RiderMan 2019:
1. Tobias Eise (Triebwerk)
2. Benedikt Helbig (Magnesium Pur)
3. Christian Kreuchler (BKK MOBIL OIL)

6. Christoph Mai
7. Benjamin Koch
20. Christian Thomas
30. Lukas Klöckner
35. Timo Dahlheimer
50. Jannik Wüster
55. Thierry Henz

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