Platz 2 in der Teamwertung beim Ötztaler Radmarathon!

In Österreich fand am Sonntag die 40. Jubiläumsausgabe des legendären Ötztaler Radmarathons statt. Dieses mal waren tatsächlich 238km mit 5.500 Höhenmetern zu absolvieren. Normalerweise sind diese Zahlen nur Theorie und in der Realität sind etwas weniger Höhenmetern und Km zu überwinden. Aufgrund eines Felssturzes musste die Strecke jedoch angepasst werden und so kamen etwa 10km und 300hm hinzu, da der erste Anstieg nicht das Kühtai sondern der Haiminger Sattele war (9.5km mit rund 10.5% im Schnitt). 

Neben der somit noch anspruchsvolleren Strecke, lies der Wetterbericht ebenfalls kein leichtes Rennen erwarten. Neben zapfiger Kälte war einiges an Regen für die 2. Rennhälfte vorausgesagt. Bei zeitweisen Temperaturen, die am Renntag dann nur knapp über der Frostgrenze lagen, wurde es immerhin nicht so nass, wie noch am Vortag prognostiziert. Der härteste Ötzi seit Jahren dürfte es trotzdem gewesen sein.

Bereits am ersten Anstieg flog das Fahrerfeld wie erwartet auseinander. Das Tempo war extrem hoch. Chris versuchte zunächst als einziger Teamfahrer zu folgen. Er lies die Spitze aber nach knapp 10min ziehen, da er sich seiner Abfahrtsqualitäten sicher war, um die Lücke vom Kühtai hinab nach Innsbruck wieder schließen zu können. Letztlich fand der Zusammenschluss jedoch bereits kurz vor der Passhöhe des Kühtai statt und so fuhr die Spitzengruppe gemeinsam Richtung Brenner hinab. 

Am Brenner zeigte sich, dass keine gute Zusammenarbeit mit der großen Gruppe zu Stande kam. Bereits nach wenigen Kilometern setzte sich eine Hand von Fahrer durch Attacken ab. Bei einer darauffolgenden Attacke des späteren Siegers Johnny Hoogerland, sprang Chris direkt ans Hinterrad und nur Daniel Debertin vom Team Corratec konnte folgen. Das Trio schloss auf Jack Burke auf und in der Folge fuhr man zusammen über den Brenner bis hinab nach Sterzing. 

Dort folgte nun der Anstieg hinauf zum Jaufenpass. Hoogerland attackierte umgehend mit Beginn des Anstiegs. Burke folgte, Chris und Debertin fuhren zunächst zu zweit weiter. Chris merkte jedoch, dass er das hohe Tempo nicht weiter mitfahren konnte und lies Debertin ziehen. Im oberen Drittel des Jaufen holten Nils und ein paar weitere Fahrer aus der damaligen Brenner-Spitzengruppe Chris ein. Chris lies diese Fahrer zunächst ziehen.

Nach der sehr technischen Abfahrt von Jaufenpass nach St. Leonhard folgte als letzter, längster und schwerste Anstieg des Tages das Timmelsjoch (29km mit ca. 1.800hm). Ein wahrer Kampf für Körper und Geist nach den bislang bereits zurückgelegten 183km und zahlreichen Hm. Letztlich gelang es Chris nach und nach bergauf und hinab in der finalen Abfahrt nach Sölden einige Fahrer ein- und zu überholen.  Chris beendete das Rennen damit als bester Fahrer des Teams auf Platz 20. 

Nach dem sehr schweren und äußert hart umkämpften Rennen konnte sich das „Team Strassacker / radsport-news.com“ hinter dem Team Corratec in einer Zeit von 40:34:16h den 2. Platz in der Teamwertung sichern. Ein rundum gelungener Renntag, dem das Team mit einem Ausrufezeichen beenden konnte!

Team-Chef Franco Adamo war mit dem Tag seiner Mannschaft im Ötztal sehr zufrieden – wie bereits mit dem Ergebnis des Teams und dem Doppelsieg beim Jedermann-Rennen der Deutschland-Tour: „Ein rundum gelungener Renntag, den das Team mit einem Ausrufezeichen beenden konnte! Zwei so gleichstarke Mannschaften auf zwei so unterschiedlichen Terrains zu haben, ist schon bemerkenswert – das zeigt die Klasse und das Potential dieser Mannschaft. Den zweiten Platz in der Team-Wertung beim Ötztaler 2016 nach fünf Jahren zu wiederholen, zeigt die konstante Leistung des Team Strassacker – und dass wir Abgänge immer wieder mit neuen guten Fahrern kompensieren können. Kompliment an alle!“

Die Ergebnisse unserer Fahrer im Überblick:
Chris Mai: 07:51:48h/20. Gesamt/12.AK
Nils Kessler: 07:54:08h/26. Gesamt/16.AK
Philip Peitzmeier: 07:55:40h/32. Gesamt/20. AK
Lukas Klöckner: 08:24:54h/77. Gesamt/46.AK
Johannes König: 08:27:47h/88. Gesamt/51.AK
Dominique Jansing: 08:40:02h/118. Gesamt/65.AK
Sean Feldhaus: 09:06:53h/216. Gesamt/112.AK
Markus Herms: 09:38:45h/366. Gesamt/154.AK

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