Viel Pech in Leipzig

Neben Rund um Köln fand parallel dazu mit der Neuseen Classic in Leipzig ein weiteres Rennen des German Cycling Cup statt, zu dem das Team Strassacker ein Aufgebot entsandte, für seinen hohen Aufwand aber letztlich nicht belohnt wurde.
Von Dominique Jansing

Am Sonntag stand mit den Neuseen Classics ein weiteres Rennen der GCC-Serie für das Team Strassacker auf dem Programm. Ein flacher, wenig selektiver 100km Rundkurs mit Start und Ziel zentral in Leipzig. Um auch hier wichtige Punkte für die Teamwertung des GCC zu sammeln, reisten fünf Fahrer des Teams in den Osten: Markus Herms, Lukas Klöckner, Daniel Novak, Dominique Jansing und Luca Wittrock. Verstärkt wurden sie durch den Gastfahrer Jannis Wittrock.

Die reduzierte Mannschaftsstärke und einfache Streckencharakteristik schränkten die taktischen Möglichkeiten für dieses Rennen vorab deutlich ein. Für eine maximale Ausbeute in der Teamwertung sind vier gut platzierte Fahrer erforderlich. Bei nur sechs Startern lässt das wenig Spielraum für Fehler oder Pech. Gleichzeitig wollte sich das Team aber nicht das ganze Rennen über verstecken und sich von den stärker aufgestellten Teams den Rennverlauf diktieren lassen. Es galt also den Spagat zwischen Einsatz der eigenen Stärken und Risikomanagement zu versuchen.

Am Sonntagmorgen startete dann der Countdown und pünktlich um 9.00 Uhr ging es los. Raus aus der Stadt in Richtung der namensgebenden Seen. Das Rennen war von Beginn schnell und die Teams mit Ambitionen zeigten sich an der Spitze des Feldes. Vor allem das Team LaOnda war mit zahlreichen Fahrern am Start, aber auch die GCC Konkurrenten Leeze, Sebamed und DKS fuhren an diesem Wochenende zweigleisig. An kurzen Wellen und Engstellen in der Streckenführung gab es immer wieder Ausreißversuche einzelner Fahrer und auch Lukas, Luca und Dominique versuchten mehrfach ihr Glück in der Flucht oder die Gruppe durch Tempoverschärfungen zu verkleinern. All diese Versuche blieben aber lange erfolglos, bis sich schließlich doch ein Fahrer von LaOnda absetzen konnte. Obwohl sich das Team vorgenommen hatte, nicht zu viel Verantwortung zu übernehmen, engagierten sich die drei bereits erwähnten Strassacker Fahrer in der Verfolgung und der Ausreißer blieb im Blick.

Zu diesem Zeitpunkt wurde klar, dass es wohl auf den Sprint einer großen Gruppe hinauslaufen würde, wenn der Soloausreißer eingeholt wäre. Nicht das bevorzugte Finale, aber eine Chance für Markus und Jannis als sprintstarke Fahrer. Leider kam es rund 20km vor dem Ziel zu einem Missverständnis in dessen Folge Daniel und Jannis einander berührten und Jannis stürzte. Damit blieben nur noch fünf Fahrern für das hektische Finale.

Mit viel Tempo und einer rund 40 Leute großen Gruppe ging es zurück in die Stadt. Die breite Einfallstraße verengte sich stellenweise, machte noch den ein oder anderen Knick und im Kampf um eine gute Position traf es dann auch Markus. An den Straßenrand gedrängt erwischte er einen Gullideckel und konnte aufgrund eines Reifenschadens nicht mehr ins Geschehen eingreifen.

Lukas, Luka, Daniel und Dominique beendeten das Rennen zwar in der Hauptgruppe und Dominique gelang dabei ein achtbarer elfter Rang, in Summe steht als Resultat aber dennoch leider nur ein fünfter Platz in der Teamwertung zu Buche. Auch wenn die Ausgangsituation schwierig war und etwas Pech hinzukam sowie in Anbetracht des hohen Aufwandes blieb am Ende kein zufriedenstellendes Ergebnis, da sicherlich mehr drin gewesen wäre.

Ergebnisse Neuseen Classics

2 thoughts on “Viel Pech in Leipzig

  1. Guten Tag,

    Ich finde es unglaublich, wie viel Energie und Training die Sportler aufwenden und wie schnell dann durch äußere Faktoren die Leistung leider nicht so ausfällt wie gewünscht. Hoffentlich passiert das nicht mehr allzu oft oder es findet sich noch eine weitere Person.

    Vielen Dank für den interessanten Beitrag, ich freue mich weiterhin aktuelle Berichte von euch zu lesen.

    Beste Grüße
    Graffitiartist

  2. Der Sturz war kein Missverständnis, durfte es direkt dahinter „bestaunen“. Jannis ist nach einem Fahrfehler (falsch abgebogen) einfach volles Pfund in den Fahrer reingefahren, bzw. wollte rechts vorbei um wieder nach vorne zu kommen, obwohl dort der Grünstreifen war. Adrenalin hin oder her aber diese Fahrweise war einfach nur dämlich und gefährlich für alle Fahrer dahinter die auf dem schmalen Radweg Mühe hatte auszuweichen. Etwas mehr Fairplay wäre echt wünschenswert.

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