GP Eddy Merckx – ein typisch belgischer Klassiker oder Belgier fahren Rennen bretthart!

Beim GP Eddy Merckx (152 km, 2.300 hm, 18 Ardennenanstiege), dem belgischen Qualifikationsrennen für die UCI Amateur-Weltmeisterschaft (UWCT) im slowenischen Ljubljana, standen mit Thorsten Blatz, Manuel Kirfel und Holger Koopmann gleich drei Strassackerfahrer am Start.

Gestartet wurde in den für die WM-Quali relevanten „Agegroup„-Startblöcken. So stand Manuel Kirfel in Block 1, Thorsten Blatz in Block 2 und Holger Koopmann in Block 3. Während Thorsten Blatz im ersten Anstieg (ab Rennkilometer 0,5) mit einem Kraftakt und einem Strava-KOM (!) den Sprung an die Spitze des ersten Startblocks schaffte, war dieses Unterfangen für Holger Koopmann aus dem dritten Block aussichtslos.

Kirfel und Blatz konnten sich in der Spitzengruppe anschließend gut platzieren, mussten aber auch feststellen, dass die Belgier die Rennen generell immer hart und jeden Anstieg fahren als wäre es der Letzte. Ein wahres Ausscheidungsfahren.

Bei Kilometer 20 attackierte der amtierende Weltmeister und spätere Sieger des Rennens, Kristof HoubenDie Spitzengruppe füllte sich im Laufe des Rennes mit bis zu sechs Fahrern (darunter auch Bart Bury, 2ter beim Ötztaler Radmarathon 2012, Sieger La Marmotte 2013 und Sieger Tres Ballons 2014) auf.

Die „Triple Mur de Monty“ (1.400 m lang / max. 21,5 % / 9 % Durchschnittssteigung), bei Rennkilometer 46, sprengte dann das Hauptfeld und eine nur noch ca. 50 Fahrer starke Gruppe machte sich auf die verbleibenden 106 km. Einer Vielzahl von Attacken und längeren Ausreißversuchen wurde immer wieder Paroli geboten. Vor allem Thorsten Blatz konnte sich immer unter den ersten 10 Fahrern aufhalten und behielt so den Rennüberblick.

Bei Kilometer 120 fuhr Manuel Kirfel dem Hauptfeld auf einem Flachstück davon und konnte sich entscheidend, zeitweise mit bis zu einer Minute Vorsprung, absetzen. Kurz vor dem Ziel traf er auf einen weiteren Fahrer, der aus der Spitzengruppe zurückgefallen war, und nahm ihn im Windschatten mit bis zum Ziel.

Hier belegte Manuel Kirfel einen sensationellen 6. Platz in der Gesamtwertung (4. AK), direkt hinter Bart Bury (Team Racepoint Schönberg). Thorsten Blatz kam mit der Verfolgergruppe ins Ziel und wurde Gesamt 25ter (8ter AK).

Holger Koopmann schaffte es sich in der Spitzengruppe seiner Altersklasse zu festzusetzen. Mit ca. 5 Fahrern fuhr er in einer gut 50 Fahrer starken Gruppe, die ansonsten nur aus Fahrern der jüngeren Agegroups bestand, ein tolles Rennen. Zwischenzeitlich schaffte er alleine den Sprung in eine vordere Gruppe, die dann jedoch später wieder von hinten aufgefahren wurde.

Leider wurde diese Gruppe zur Halbzeit des Rennens fehlgeleitet und die Aussicht um den Sieg in der AK für Holger Koopmann somit aussichtslos. Nach viel hin & her, acht zusätzlichen Kilometern und ca. 20 Minuten Zeitverlust kam Holger Koopmann letztendlich auf Platz 192 (30ter AK) ins Ziel. Zuvor wäre ein Platz um Rang 50 im Gesamtklassement und der Sieg in der Altersklasse noch möglich gewesen. Die Qualifikation zur WM schafften trotzdem alle Drei!

Fazit: in Belgien werden knüppelharte Rennen gefahren (für Insider – Härtefaktor: 1. Runde Schleiz x 4)!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.