Sieg beim Traditionsrennen „Eschborn-Frankfurt“ / 100 km

Beim Radrennen „Eschborn-Frankfurt“ (ehemals „Henninger Turm“) über 100 km, dem 3. Lauf des German Cycling Cups (GCC), konnte das in Süßen beheimatete und von der Kunstgießerei Strassacker unterstütze Radteam Strassacker auf ganzer Linie überzeugen. Bereits beim ersten GCC-Rennen in Köln am Ostermontag fuhr man in der Teamwertung auf einen sehr guten 5. Platz und konnte dieses Ergebnis zwei Wochen später beim zweiten GCC-Rennen in Göttingen wiederholen. Dort konnte zudem, der neu zum Team hinzugestoßene, Frederik Nagel in der Gesamtwertung einen hervorragenden 5. Platz belegen.

Eine Woche später beim Traditionsrennen am 1. Mai in Frankfurt gelang Frederik Nagel dann der ganz große Coup. Bereits nach 40 km, zu Beginn des 13 km Anstiegs auf den 881 m hohen Feldberg, der höchsten Erhebung des Taunus, setzte Nagel sich aus einer rund 150 Fahrer starken Spitzengruppe der über 1800 gestarteten Fahrer ab und konnte dem Feld nach und nach enteilen. Am Feldberggipfel betrug der Vorsprung bereits eine Minute und wurde von Nagel zwischenzeitlich sogar bis auf zwei Minuten ausgebaut.

Um diesen Vorsprung über gut 60 km ins Ziel zu retten, war hinten im Feld nun die Arbeit der anderen Teamfahrer gefragt. Durch eine hervorragend umgesetzte Teamtaktik, bei der Philip Fischer, Holger Koopmann, Daniel Rösner und Krzysztof Skupke die Nachführarbeit der anderen Teams immer wieder störten, konnte Frederik Nagel letztlich einen Vorsprung von fast eineinhalb Minuten ins Ziel bringen. Daniel Rösner musste die Spitzengruppe am letzten Anstieg des Tages wegen eines technischen Defekts leider ziehen lassen, doch die anderen Fahrer kamen mit der mittlerweile auf 50 Fahrer geschrumpften Verfolgergruppe ins Ziel.

Mit dieser grandiosen Mannschaftleistung, die mit einem 4. Gesamtplatz von Caroline Kopietz in dem über 100 Fahrerinnen zählenden Frauenrennen komplettiert wurde, konnte das Team Strassacker den Sieg in der Mannschaftswertung unter 115 gewerteten Teams für sich verbuchen. Zudem verpasste Frederik Nagel den neu eingeführten Bergpreis, der schnellsten Zeit hinauf auf den Feldberg, nur knapp und belegte hier den 2. Platz. Schneller war nur der Fahrrad-Höhenmeter-Weltrekordhalter, Christoph Fuhrbach aus Speyer, der bei seinem Weltrekord im Jahr 2010 innerhalb von 24 Stunden 21.060 Höhenmeter mit dem Rad erklomm. Noch ungewöhnlicher als der Rekord ist die Tatsache das Fuhrbach bei seinen Touren auf Radschuhe verzichtet und in Birkenstock Sandalen startet.

Nach einer nun dreiwöchigen Wettkampfpause wird das Team Strassacker Ende Mai in Radstadt/Obertauern an den Start des ersten Rennens zum Alpencup 2012 gehen, den das Team bereits 2010 für sich entscheiden konnte. In den German Cycling Cup wird man erst wieder zum Saisonende, bei den prestigeträchtigen Rennen „Rad am Ring“ am Nürburgring und beim „RiderMan“ in Bad Dürrheim eingreifen.

Rund um den Finanzplatz
„Eschborn-Frankfurt“ / 70km

Auf der mittleren Strecke vertraten Philippe und Thomas die Farben für das Team Strassacker. Das Rennen war von Beginn an sehr hektisch und wurde zum Großteil von den großen Teams Drinkuth, Sonosan und Rotz Racing gestaltet. Thomas und Philippe hielten sich im vorderen Teil des Feldes auf um Stürze zu vermeiden und den zahlreichen „fahrenden Hindernissen“ in Form von Inline Skatern sowie Teilnehmern der 46 und 100 km Strecke aus dem Weg zu gehen.

Keine Mannschaft konnte eine entscheidende Attacke setzen und so ging es dann in flotter und hektischer Fahrt in einem immer noch 150 Mann starken Feld Richtung Ziel. Nach 68 gefahrenen Kilometer konnte sich Philippe vom Feld absetzen und setzte nun alles auf die Karte Soloflucht, die erst 800 Meter vor dem Ziel durch das jagende Feld beendet wurde. Thomas war in einer guten Position für den Sprint, musste aber die Beine hochnehmen um einem Sturz aus dem Weg zu gehen, der in der Zielkurve passiert war. Die Bilanz des 70 km Rennen fällt durchweg positiv aus, weil zwei Strassacker den anderen großen Teams erfolgreich die Stirn geboten haben und die Renntaktik beinahe aufgegangen wäre.

Autor: Holger Koopmann

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