Eschborn-Frankfurt: Podium für Chris Mai und Sieg in der Teamwertung

Nach dem schmerzhaften Rennen vergangenen Sonntag in Göttingen mit den schlimmen Stürzen einiger Teamfahrer – im Nachgang wurden bei Nils Kessler noch Brüche in mehreren Mittelhandknochen festgestellt – ging das Team Strassacker in Frankfurt zwar in reduzierter Mannschaftsstärke an den Start, dafür aber mit doppelter Motivation, denn man wollte auch für die verletzten Teamkollegen ein gutes Resultat erzielen. Dies gelang in vollem Umfang, denn mit dem 3. Platz von Chris Mai und dem Sieg in der Teamwertung gab es gleich zwei Podestplätze zu bejubeln.

Vorentscheidung am Feldberg                        
Nachdem das gesamte Team diesmal, ein Novum für uns in Frankfurt, aus den ersten Reihen startete gestaltete sich die kurvige Hatz durch die Innenstadt dieses Mal erstaunlich entspannt. Joscha Weber, der aufgrund der zahlreichen Verletzten kurzfristig einsprang um dem Team zu helfen, Marco Schuchert, Ben Albers und Holger Koopmann hielten das Tempo hoch und brachten die „Bergflöhe“ sicher zum Fuße des Feldbergs. Hier ging es dann direkt zur Sache: Angeführt von dem Ruderer Lucas Schäfer, der den gesamten Feldberg von vorne fuhr, setzte sich schnell eine Gruppe von 12-15 Fahrern ab, die sich im Verlauf des Anstiegs auf sechs Fahrer reduzierte. Mit dabei auch zwei Fahrer von Strassacker, Chris Mai und Tom Walther. Damit war die Vorentscheidung gefallen, denn der Vorsprung oben am Feldberg betrug schon über 2 Minuten! In der Verfolgergruppe befanden sich mit Johannes König, Holger Koopmann, Thierry Henz und Lukas Klöckner vier weitere Fahrer in Celeste, die die Kontrolle übernahmen, sodass die Rennsituation bis zum Mammolshainer Berg nahezu unverändert blieb.

Mai setzt alles auf eine Karte
Am Mammolshainer Berg setzte Mai dann alles auf eine Karte und attackierte direkt zu Beginn aus dem Windschatten seines Teamkollegen Walther heraus, der ihn mustergültig in den Anstieg brachte. „Ich habe echt voll durchgezogen bis das Steilstück vorbei war und habe mich erst umgedreht, als es wieder flacher wurde. Da waren mit Christian Kreuchler (BKK) und dem späteren Sieger Steven Willemsen aus den Niederlanden nur noch zwei Fahrer an meinem Hinterrad. Leider konnte dann bis zur Kuppe in Königstein Anthony Spysschaert (Team DKS) wieder aufschließen, sodass wir dann zu viert auf die abschließenden Kilometer gingen“, so Chris Mai. Auch auf den letzten Kilometern setzte Mai alles auf Sieg, hielt sich zurück und attackierte ca. 500 Meter vor dem Ziel mit vollem Speed und sah so lange wie der Sieger aus. Doch auf der leicht abschüssigen Zielgraden saugten sich die Konkurrenten noch einmal heran und hatten am Ende um ein paar Zentimeter die Nase vorn – es musste dann sogar das Zielfoto herangezogen werden. Tom Walther erwehrte sich noch den folgenden Gruppen und kam als Solist als 6ter ins Ziel, wurde aufgrund der Frankfurter Nettozeitenwertung ab Platz 4 dann aber auf Platz 7. gewertet. Henz, König und Klöckner machten auf den Plätzen 17-19 den Teamsieg perfekt. Nur Koopmann hatte heute leider Pech, ihn stoppte ein Platten ca. 22 km vor dem Ziel.

Sieg zeigt die tolle Moral des Teams
Entsprechend der Ergebnisse zeigte sich Teamchef Franco Adamo hoch erfreut über den Ausgang des Rennens: „Wir haben letzten Sonntag die schmerzhafte Seite des Radsports kennengelernt, die leider auch dazu gehört. Für uns war das heute eine neue Herausforderung, die wir für unsere verletzten Fahrer angehen wollten und das Ergebnis zeigt, dass die Moral und der Zusammenhalt im Team stimmen. Bei den letzten sieben Teilnahmen hier in Frankfurt konnten wir sechs Mal die Teamwertung gewinnen – heute war das für mich der überraschendste und schönste Sieg nach den schmerzhaften Erfahrungen letzten Sonntag!“

Für das Team geht es jetzt erstmal in eine wohl verdiente Ruhe- und Trainingsphase, bis Ende Mai mit der Tour de Kärnten und dem Granfondo Schleck in Luxembourg die nächsten Teamrennen anstehen.

Ergebnisse Skoda Velotour Frankfurt (Classic Distanz):
1. Dr. Steven Willemsen (De Kanibaal)
2. Anthony Spysschaeart (DKS)

3. Chris Mai

7. Tom Walther
17. Thierry Henz
18. Johannes König
19. Lukas Klöckner
61. Alexander Bauer (Gastfahrer)
154. Holger Koopmann
162. Marco Schuchert
206. Benjamin Albers
313. Joscha Weber

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.