Chris Mai nach überragender Teamleistung Zweiter der Tour de Kärnten

Durch die sturzbedingten Verletzungsausfälle beim GCC-Auftakt-Rennen in Göttingen trat das Team Strassacker bei der Tour de Kärnten mit einer auf vier Fahrer dezimierten Mannschaft an. Trotzdem konnte das Team auf voller Länge überzeugen – und durch einen starken Teamauftritt mit Chris Mai sogar den zweiten Platz im Gesamtklassement sowie zwei Etappensiege davontragen.



Etappe 1 – Lokalrunde

Zielankunft in Feldkirchen

Der erste Anstieg von Feldkirchen hinauf zum Zammelsberg wurde bereits mit sehr hohem Tempo gefahren und es formierte sich eine kleine Gruppe von ca. 12 Fahrern. Mit dabei der bergfeste Strassackerfahrer Chris Mai. Auf dem flachen Zwischenstück zum 2. Anstieg des Tages hinauf nach Preckova konnten zusammen mit Thierry Henz noch einmal einige Fahrer zur Spitze aufschließen. Mit Beginn des 2. Anstiegs wurde das Tempo jedoch wieder deutlich schneller und die Spitzengruppe dezimierte sich wieder auf etwa 10 Fahrer. Bis zum 3. und schwersten Anstieg des Tages hinauf nach Flattnitz blieb die Gruppe zusammen und harmonierte gut.

Im finalen Anstieg konnten sich Matthias Nothegger (NOM-training.com) und Chris Mai von der Spitzengruppe lösen und etwa 1:30min Vorsprung bis zur Bergkuppe herausfahren. Die letzten 35km bis ins Ziel absolvierte das Duo gemeinsam. Chris Mai konnte sich letztlich im Sprint gegen seinen Fluchtpartner durchsetzen und gewann damit die erste Etappe der sechstägigen Rundfahrt und sicherte sich ebenfalls die Führung in der Gesamtwertung.

Auch seine Teamkollegen waren erfolgreich: Caspar Rüter, der in den letzten Wochen viele krankheitsbedingte Rückschläge überwinden musste, belegte einen starken 15. Platz. Zudem zeigten Thierry Henz (21.) & Lukas Klöckner (23.) mit ihren hervorragenden Platzierungen, dass mit ihnen in den kommenden Tagen zu rechnen ist!


Etappe 2 – Einzelzeitfahren

Am zweiten Tag stand das 29,6 km Einzelzeitfahren rund um dem Ossiacher See an, mit Start in Ossiach und Ziel in Feldkirchen. Alle vier Strassacker-Fahrer gingen aufgrund der sehr guten Platzierungen des Vortags spät auf die Jagd nach der Bestzeit, und konnten sich so ein Bild über die Zeiten ihrer Konkurrenten machen.

Chris Mai fuhr als letzter Fahrer von der Startrampe – und beendete das Rennen mit einer guten Zeit auf dem achten Platz. Er liegt nun auf Gesamtrang zwei, hinter Matthias Nothegger mit rund einer Minute Rückstand. Auf Anthony Spysschart vom Team Deutsche Kinderkrebsstiftung hat Mai 53 Sekunden Vorsprung, und konnte mit seiner starken Leistung alle weitere Gesamtklassement-Fahrer auf Abstand halten.

Auch die restlichen Strassacker-Team-Fahrer zeigten starke Leistungen, und befinden sich im Gesamtranking unter den Top 20: Lukas Klöckner belegt den 11. Rang, Caspar Rüter den 12. und Thierry Henz den 19. Platz in der Gesamtwertung. 


Etappe 3 – Dach der Tour

Überquerung der Hochrindl im Nebel

Am dritten Etappentag galt es zwei kurze und einen langen Anstieg bis auf die Hochrindl über insgesamt 88 Kilometer und 1.610 Höhenmeter zu überwinden. Dabei blieb bis zum letzten entscheidenden Anstieg bei Kilometer 40 ein größeres Hauptfeld von etwa 80 Fahrern zusammen. An diesem Anstieg wurde das Tempo immer weiter erhöht bis sich letztlich auf den letzten 2 Kilometern bis zum Gipfel 3 Fahrer aus einem 10 Mann Feld lösen konnten. Mit dabei waren Chris Mai, Matthias Nothegger (NOM-training.com) & Daniel Debertin (Team Corratec).

Die anderen 3 STRASSACKER Fahrer überquerten die Bergkuppe mit einem Rückstand von etwa 2 Minuten. Die Abfahrt hinab bis ins Gurktal war durch dichten Nebel und nasse sowie kurvenreiche Straßen technisch sehr anspruchsvoll. Das Trio vorne harmonierte nach der Abfahrt bis auf die letzten 5 Kilometer sehr gut. Damit konnte der Abstand auf einige Verfolger (u. a. Anthony Spysschaert und Johnny Hoogerland) konstant gehalten werden.

Dahinter büßte das nächstgrößere Verfolgerfeld unter Beteiligung der restlichen Teammitglieder einige Minuten ein, da die Gruppe nicht gut zusammenarbeitete. Im Ziel konnte Chris Mai den Sprint für sich entscheiden und feierte damit seinen zweiten Etappensieg bei der diesjährigen Tour de Kärnten. Lukas Klöckner, Caspar Rüter und Thierry Henz kamen auf den Plätzen 16, 18 und 26 ins Ziel.


Etappe 4 – Bad Bleiberg

Lukas kennt kein schlechtes Wetter…

Die vierte Etappe führte über 95 Kilometer und 1.630 Höhenmeter mit zwei kurzen und einem längeren selektiven Schlussanstieg. Nach Ende der Neutralisation formierte sich eine Fluchtgruppe von sechs Fahrern. Zwischenzeitlich konnte die Fluchtgruppe ihren Vorsprung auf bis zu 4 Minuten ausbauen. Im Ziel machten nur noch 4 Fahrer aus dieser Gruppe den Tagessieg mit knapp mit 37 Sekunden Vorsprung auf die Verfolger unter sich aus. Sieger wurde EX-Profi Johnny Hoogerland. Die Fahrer des TEAM STRASSACKER hielten sich immer in der Spitze des Verfolgerfeldes auf und kontrollierten und bestimmten den Rennverlauf damit entscheidend mit. Dabei unterstützten Caspar, Lukas & Thierry den Bergspezialisten Chris Mai besonders in den flacheren Zwischenstücken hervorragend und fuhren ihn in jeden Anstieg an der Spitze des Feldes hinein. Alle Attacken aus dem Hauptfeld wurden sofort neutralisiert.

Auf den letzten etwa 7 km zum Ziel in Bad Bleiberg formierte sich eine drei Mann starke Gruppe um Chris Mai, Matthias Nothegger (NOM-training.com) & Daniel Debertin (Team Corratec). Den Sprint aus diesem Trio konnte Chris Mai für sich entscheiden und belegte damit den 5. Platz im Tagesergebnis. In der Gesamtwertung gab es keine wesentlichen Veränderungen unter den Top 3. Caspar Rüter, Thierry Henz und Lukas Klöckner verloren im Schlussanstieg etwa vier Minuten und belegten die Plätze 20, 23 und 26 und befinden sich damit weiterhin unter den Top 20 in der Gesamtwertung.


Etappe 5 – Burgenrunde

Auf der fünften Etappe über 93 Kilometer und 1.810 Höhenmeter galt es drei Anstiege zu überwinden. Der erste Anstieg begann bereits 3 Kilometer nach Rennfreigabe kurz hinter Feldkirchen. Das TEAM STRASSACKER bestimmte bis in den Anstieg hinauf zum Wachsenberg hinein das Tempo und Lukas fuhr beinahe den gesamten Anstieg an der Spitze und kontrollierte so das Feld von etwa 80 Fahrern. Im folgenden Gurktal folgten einige Attacken, die wieder hauptsächlich Lukas neutralisierte. Caspar und Thierry positionierten sich ebenfalls an der Spitze des Feldes und stellten sich in den Dienst von Chris Mai, um ihn sicher und gut positioniert bis nach Straßburg zum Beginn des zweiten Anstiegs hinauf nach Gunzenberg zu bringen.

Das Tempo am Gunzenberg war recht zügig und so dezimierte sich die Spitze auf 14 Fahrer. Caspar, Lukas und Thierry überquerten den Gipfel mit etwa einer Minute Rückstand. Nach der Abfahrt folgte ein etwa 20 Kilometer langer welliger Streckenabschnitt auf dem es immer wieder Attacken aus der Spitzengruppe heraus gab. Auch Chris Mai beteiligte sich an den Fluchtversuchen, doch letztlich konnten sich nur Anthony Spysschaert (Team Deutsche Kinderkrebsstiftung) und EX-Profi Johnny Hooglerland entscheidend vom Feld lösen. Die Verfolgergruppe um die restlichen TEAM STRASSACKER-Fahrer harmonierte, wie auch in den vorherigen Tagen, leider nicht gut, da die Nachführarbeit sich nur auf wenige Fahrer verteilte. Daher konnte man erst kurz vor Beginn des Schlussanstiegs zur ersten Verfolgergruppe aufschließen. Dennoch übernahmen die Teamkollegen von Chris Mai wieder umgehend die Führungsarbeit in der Gruppe.

Mit Beginn zum letzten Anstieg hinauf nach Magdalensberg löste sich wieder eine kleine Gruppe um Chris Mai, Matthias Nothegger (NOM-training.com) & Daniel Debertin (Team Corratec). Im Verlauf des Anstiegs wurden die Ausreißer nach einander gestellt. Im Finale auf den letzten Kilometern mit durchschnittlich 13% Steigung konnte sich Matthias Nothegger von seinen Kontrahenten absetzen und gewann die Etappe. Chris Mai wurde mit einem Abstand von etwa 27 Sekunden Tagesdritter. Thierry Henz, Lukas Klöckner und Caspar Rüter beendeten das Rennen auf den Plätzen 21, 28 und 38.


Etappe 6 – Berg(zeit)fahren

Einer für alle, alle für Einen! Defekte, Dramatik & Freude pur!

Das Team zeigt einen außergewöhnlichen Zusammenhalt und hilft entscheidend mit, damit Chris seinen zweiten Rang in der Gesamtwertung verteidigen kann:  Ohne Caspar, Lukas und Thierry wäre das nicht möglich gewesen.

Am letzten Tag stand die kürzeste, aber auch steilste (Höhenmeter pro Kilometer) Etappe mit dem 7,35 Kilometer langen Schlussanstieg mit über 11% Steigung zum Falkertsee an. Die Etappe selbst war mit nur 43 Kilometern angegeben, auf denen aber in Summe 1.530 Höhenmeter zu überwinden waren.

Nach bereits 5km in der Neutralisation hatte Chris Mai eines Plattfußes und musste daher das Hinterrad mit Caspar Rüter tauschen. Beim Laufradwechsel ereignete sich ein weiterer Defekt: Im Stress wurde der Bremsbelag beschädigt und aus der Hinterradbremse herausrausgeschoben.Als Chris dies bemerkte, beschloss er noch einmal anzuhalten und das Rennrad mit Lukas zu tauschen.

Chris fand durch die ovalen Kettenblätter, eine andere Übersetzung und fehlende Wattwerte an Lukas Rad zwar keinen Rhythmus und musste beinahe den gesamten Schlussanstieg im Wiegetritt fahren , aber konnte die Etappe auf dem vierten Platz beenden und seinen zweiten Rang im Gesamtklassement vor Daniel Derbertin (Team Corratec) verteidigen.

Auch mit kleiner Besetzung hat sich das Team vor Ort bestens präsentiert und Lukas Klöckner auf Platz 19, Thierry Henz auf Platz 22 sowie Caspar Rüter (der durch die „Leihgabe“ seines Hinterrades heute im GC auf Platz 96 zurückfiel), die in den letzten Tagen viel für Chris Mai gearbeitet haben, haben sich dabei mehr als nur achtbar in der Gesamtwertung platziert!



Ergebnisse der Tour de Kärnten:
1. Matthias Nothegger (NOM-training.com)
2.
Chris Mai
3. Daniel Debertin (Team Corratec)

19. Lukas Klöckner
22. Thierry Henz
96. Caspar Rüter

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