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Tour d‘Energie 2018: Das perfekte Rennen

Die Messlatte lag hoch: Bei der Tour d’Energie 2018 galt es für das Team der Kunstgießerei Strassacker Einzel- und Teamsieg aus dem Vorjahr zu verteidigen. Die Mission gelang – sogar mit einem weiteren Podestplatz.

Eigentlich musste ich fast nichts mehr machen“, lachte Hanno Rieping im Ziel. Mit „fast nichts“ zum souveränen Sieg bei der Tour d’Energie? Ja, das meinte der Sieger des German Cycling Cups 2017 tatsächlich so. „Die Jungs waren genial, die haben mir den Sprint perfekt vorbereitet und mit 56 Km/h angefahren. Danach hatte ich leichtes Spiel“, freute sich Rieping über perfektes Teamwork im Finale, das Florian Anders mit einem starken Sprint auf Platz drei, hauchdünn hinter dem russischen Ex-Profi Matvey Zubov, komplettierte. Dem voraus ging ein perfektes Rennen für die Kunstgießerei-Mannschaft, das besser hätte nicht laufen können.

Bei frühsommerlichen Temperaturen fiel an der Göttinger S-Arena der Startschuss – ein echter Kontrast zu den kühlen und zum Teil winterlichen Bedingungen der Vorjahre. Team Strassacker reihte sich sofort in den ersten Positionen des Feldes ein und übernahm die Kontrolle des Feldes. Die Strategie dabei: abwarten und reagieren. Die entscheidende Rennphase sollte schließlich erst später folgen. So sprang Gastfahrer Jannik Wüster sowie Joscha Weber nach rund zehn Kilometern in die erste Ausreißergruppe des Tages, die jedoch im ersten Anstieg des Rennens hinauf nach Deiderode wieder gestellt wurde.

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Verfolgungsjagd vor dem Hohen Hagen

Während das Team der Deutschen Kinderkrebsstiftung die Pace an der Spitze des Feldes übernahm, blieb Strassacker aufmerksam dahinter und ging alle Vorstöße mit. Am dritten Berg des Tages, dem 5,3 Kilometer langen Anstieg von Hemeln in den Bramwald, wurde das Feld durch eine Tempoverschärfung deutlich ausgedünnt. Im folgenden Tal zwischen Ellershausen und Dransfeld konnten sich Alexander Schlenkrich sowie ein Fahrer des neuformierten Teams BKK Mobil Oil (bisher Merkur Druck) erfolgreich absetzen. Durch die kräftezehrende Tempoarbeit von Caspar Rüter, Timo Dahlheimer, Christian Thomas, Tom Walther und Thierry Henz konnte das Duo aber rechtzeitig im finalen Anstieg zum Hohen Hagen wieder gestellt werden.

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An der Bergwertung war der gut aufgelegte Mountainbike-Spezialist Daniel Widera der Schnellste, dicht gefolgt aber vom Strassacker-Zug. Sechs Fahrer der Kunstgießerei schafften es in die 20 Mann starke Spitzengruppe, die sich am Hohen Hagen bildete. Auf der Hochgeschwindigkeits-Passage von dessen Gipfel bis Göttingen probierten es unter anderem Neuzugang Florian Bauer, Holger Koopmann und Chris Mai mit mehreren Attacken, die aber von der Konkurrenz wieder gestellt wurde. Alles lief also auf einen Zielsprint hinaus, den Koopmann und Mai gemeinsam mit Denis Holsinger mustergültig vorbereiteten. „Wir haben da voll angezogen, da konnte eigentlich keiner mehr vorbei“, beschrieb Holger Koopmann die letzten Meter bis zur Zielgeraden auf der Bürgerstraße.

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Gutes Omen für die Saison 2018

Aus seinem Windschatten schoss schließlich Hanno Rieping nach zwei Stunden, 23 Minuten und 29 Sekunden – und damit rund sieben Minuten schneller als im Vorjahr – als Erster jubelnd über die Ziellinie. Teamkollege Florian Anders musste sich nur um Zentimeter dem ehemaligen russischen Junioren-Bahn-Weltmeister Matvey Zubov geschlagen geben. „Einzelwertung und Teamwertung gewonnen – dieses Team ist einfach geil“, freute sich Teamchef Franco Adamo im Zielbereich. „Unsere Teamtaktik ist voll aufgegangen. Alle haben sich eingebracht. Wenn alle gesund bleiben, wird das wieder eine tolle Saison.“ Wie die letzte (extrem erfolgreiche) beginnt auch diese wieder mit einem Triumph…

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Ergebnisse Tour d’Energie 2018:

1. Hanno Rieping

2. Matvey Zubov (Russland)

3. Florian Anders

11. Denis Holsinger

14. Chris Mai

19. Holger Koopmann

20. Florian Bauer

23. Christian Thomas

50. Tom Walther

 

Besten Dank an Markus Stera (Challenge-Magazin) für den Job hinter der Linse !

Über Florian Anders

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