Teamfoto-Goettingen

Starke Teamleistung in Göttingen

Trotz etwas „Personalnot“ fährt das Team Strassacker bei der Göttinger Tour d’Energie auf Platz drei der Teamwertung. Dank einer erneut starken Mannschaftswertung bringen die celestefarbenen Radsportler drei Leute in die Top Ten: Thorsten Blatz, Florian Vrecko und Manuel Kirfel. Zum Sieg reichte es diesmal nicht ganz.

Mit einem Strahlen im Gesicht und einem noch heller leuchtenden gelben Trikot des Gesamtführenden im German Cycling Cup (GCC) stand Manuel Kirfel in der Reihe eins der Startaufstellung und zog die Blicke auf sich. Gut gelaunt führte der Sieger von Rund um Köln das Peloton in die ersten neutralisierten Kilometer. Nach rund drei Kilometern schwenkte der Rennleiter die rote Fahne und das Tempo zog schlagartig an. Zahlreiche Attacken machten das Rennen von Beginn an schnell, doch das Team Strassacker blieb aufmerksam und in den vordersten Positionen. Den ersten Anstieg fuhren Philippe Deckers und Thorsten Blatz von vorne mit leicht erhöhtem Tempo, um das Feld lang zu machen. Doch eine Selektion wurde hier erwartungsgemäß nicht herbeigeführt. Im Flachstück danach attackierte mehrfach Frieder Uflacker (Team Personal Sports) und auch das Team Merkur Druck ging mit mehreren Fahrern verstärkt in die Offensive. Die Strassackerfahrer mussten reagieren, fuhren die entstandenen Löcher wieder zu, leisteten den Hauptteil der Nachführarbeit.

Aufholjagd im Regen

Eine erste Selektion führte der zweite Berg des Tages herbei: Bei inzwischen stärker werdendem Regen verkleinerte zunächst die kurze, aber steile Rampe bei Meensen und die darauffolgende kurvenreiche und glitschige Abfahrt das Feld. Während Thorsten Blatz, Florian Vrecko und Manuel Kirfel in der ersten Gruppe fuhren, mussten sich Philippe Deckers, Timo Dalheimer und Joscha Weber im prasselnden Regen wieder in selbige zurückkämpfen, was gerade rechtzeitig vor Steigung Nummer drei gelang. Am Brahmwald eröffneten zunächst Philippe Deckers, dann Thorsten Blatz und Florian Vrecko sowie Stefan Räth vom Merkur Druck Team das „Feuer„. Daraufhin verkleinerte sich das Feld auf rund 50 Fahrer.

Dann setzte erneut Stefan Räth in der Ebene eine Soloattacke und fuhr längere Zeit allein vor dem Feld. Da andere Teams nicht mitführen wollten, war es an den verbliebenen fünf Strassackerfahrern, den Ausreißer bis zum Fuß des letzten Anstiegs zu stellen. Am kurzen, aber steilen Hohen Hagen fiel die Vorentscheidung: Schon im unteren steilen Teil riss die Kopfgruppe auseinander. Manuel Kirfel fuhr hier sehr aktiv: „Am Hohen Hagen bin ich angetreten und als Erster in die Abfahrt gefahren, aber anschließend sind dann wieder mehrere Fahrer zu mir aufgefahren”, beschrieb Manuel Kirfel die rennentscheidende Situation. 14 Fahrer konnten Kirfel folgen, darunter Florian Vrecko und Thorsten Blatz. Philippe Deckers und Joscha Weber kämpften sich in der zweiten Gruppe über den Gipfel und störten daraufhin erfolgreich die Nachführarbeit der Konkurrenz.

Strassacker Trio spintet in die Top Ten

Daher machte die 15-köpfige Spitzengruppe den Sieger unter sich aus: Das Merkur Druck Team attackierte mehrfach, Till Baltes setzte sich zwischenzeitlich ab, doch unter anderem Florian Vrecko schloss das Loch wieder. So kam es auf der Göttinger Bürgerstrasse zum Sprint, den Daniel Knyss (Team Merkur Druck) vor Sandro Kühmel und Marek Bosniatzki (beide Team Bürstner) gewann. Thorsten Blatz, der nach viel Arbeit unterwegs am Hohen Hagen noch „schwere Beine“ hatte, sprintete wie schon bei Rund um Köln auf einen sehr starken fünften Rang. Florian Vrecko wurde Achter und Manuel Kirfel schoss als Zehnter über die Ziellinie, was leider knapp nicht zur Verteidigung seines gelben Trikots reichte – er rangiert nun hinter Göttingen-Sieger Daniel Knyss auf Rang zwei der GCC-Wertung. In der Verfolgergruppe probierte es Philippe Deckers mit einer finalen Soloattacke, wurde aber kurz vor dem Ende gestellt. Joscha Weber sprintete schließlich als Zweiter der Verfolger (Gesamt: 17.) ins Ziel und sicherte so als vierter Fahrer des Teams Strassacker Platz drei in der Teamwertung. Diese gewann verdient das Merkur Druck Team, das ein sehr starkes Rennen fuhr, vor den Fahrern von Bürstner.

Enger Kampf um die Teamwertung

Fazit: Eine starke Teamleistung der Équipe Strassacker auf den Straßen rund um Göttingen, die diesmal nicht vom Sieg gekrönt wurde. Da unter anderem die starken Fahrer Daniel Eisele, Stefan Hofmann, Holger Koopmann und Frederik Nagel dem Team fehlten, ist das Ergebnis dennoch ein Erfolg. Die Konkurrenz ist stark und die Abstände gering. Ein Rennen im German Cycling Cup zu gewinnen wird zunehmend schwieriger… Nächste Chance: Die Skoda Velotour in Eschborn bei Frankfurt am 01. Mai.

 

Bericht von der Kurzdistanz:

Den Auftakt zur Jubiläumsauflage der 10. Tour d´Energie in Göttingen bildete das 46km Rennen, das um 10:25 gestartet wurde. Der Wettergott verschonte die Fahrer der Kurzstrecke glücklicherweise mit Regen während des Rennens. Hier war das Team 3 durch Frank Stenzel, Daniel Scholz, Jürgen Grauschopf, Thomas Krecken und unsere Gastfahrer Katja Troschka und Henry Jansen vertreten. Krankheitsbedingt fehlte Frank Keller.

Das Rennen begann mit hohem Tempo. Hier war das Team Drinkuth-Multipower, das durch permanente Attacken das Rennen schnell machte, die bestimmende Kraft. Thomas und Henry hielten das Feld bis zum ersten Anstieg zusammen, mussten aber aufgrund ihrer Nachführarbeit die erste große Gruppe ziehen lassen. Jürgen und Frank konnten sich weiter vorne festsetzen. Leider war kein Strassacker in der Spitzengruppe des Tages vertreten. Doch waren die folgenden Gruppen mit Fahrern aus Team 3 besetzt, die in zügiger Fahrt vom Hohen Hagen Richtung Göttingen fuhren. Die Einzelergebnisse reichten am Ende zum 6. Platz in der Teamwertung. Katja Troschka erreichte trotz Erkältung noch den dritten Gesamtrang in ihrer Altersklasse und setzte sich gegen starke Frauenkonkurrenz durch. Unter dem Strich muss man sagen, dass es schwer war gegen die zahlenmäßige Überlegenheit der anderen Teams anzukämpfen und somit kann das Team mit dem 6. Platz in der Teamwertung und den Einzelplatzierungen durchaus zufrieden sein.

 

Über JOSCHA WEBER

Jahrgang 1983, in Siegen geboren und aufgewachsen, Studium der Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft sowie der Neueren und Neuesten Geschichte in Münster und Aix-en-Provence, Praktika unter anderem beim ZDF (Brüssel und Mainz), der Deutschen Welle (Bonn), dpa (Paris), La Marseillaise (Aix-en-Provence). Freie Mitarbeit unter anderem für WDR (Münster), Deutsche Welle (Bonn), Tour Magazin (München), dpa (Münster), Westfälische Rundschau (Siegen) und Westfälische Nachrichten (Münster).

Lesenswert

Team Strassacker - Rund um Köln 2017

Rund um Köln 2017 – Hitzeschlacht am Rhein

In seinen bisher 101 Austragungen hat der Radklassiker Rund um Köln schon viel erlebt: Schnee, …

8 Kommentare

  1. Liebe Leser, Besucher und Freunde unserer Team-Website: In eigener Sache möchten wir mitteilen, dass wir ab sofort nur noch Kommentare freischalten und veröffentlichen werden, die auch eine nachvollziehbare und dauerhafte Mailadresse haben. Damit möchten wir in Zukunft Spam- und/oder Werbemails vermeiden aber auch die Möglichkeit offenhalten, direkt mit dem/der Kommentator/-in in Kontakt treten zu können. Wir bitten um Verständnis für diese Maßnahme und wünschen Euch weiterhin viel Spaß auf unserer Team-Website.

  2. Hallo Holger, danke für die Antwort, aber wie du selber sagst und sicherlich auch merkst, liegt zwischen Bergkuppe des Hohen Hagens und Ende der Abfahrt ein kleiner Zwischenraum. Ich muss da leider Daniel rechtgeben, ich finde es sehr schade, dass ihr eure Rennberichte absolut auf Taten eurerseits reduziert, die so teilweise gar nicht stimmen! Keine Sorge, der wahre Sieger am Hagen wird aber nächste Berge in GCC Rennen nicht mit euch hochfahren, er kommt nämlich vom Mountainbike. Eine bisschen ehrlichere Schreibweise wäre nett und seien wir ehrlich: ihr und euer Team haben es doch auf Grund der zahlreichen wirklichen starken Fahrer gar nicht nötig sich mit fremden Lohrbeeren zu schmücken! Viele Grüße.

    • Holger Koopmann

      Hallo Ralf (und auch Daniel), da Du ja nur unter Vornamen schreibst kann ich Dich nicht einordnen. Aber ich verstehe nicht warum Du hier so negativ schreibst? Natürlich schreiben wir unsere Rennberichte in erster Linie aus unserer Sicht. Das liegt in der Natur der Sache. Das wirst Du auch bei den anderen Teams so finden. Wir versuchen aber auch die Leistung der anderen fair zu beurteilen, soweit uns dies möglich ist. Entsprechend verweisen wir auch auf die entsprechende Leistung einzelner Fahrer oder Teams (soweit wir sie denn kennen). Es liegt nicht in unserem Sinne eine journalistisch objektive Berichterstattung zu leisten. Denn es ist ja unsere Teamwebsite, keine Nachrichtenwebsite etc.

      Daraus direkt so zu formulieren als würden wir unehrlich schreiben und uns mit fremden Lorbeeren schmücken ist ein bisschen weit hergeholt! Und wenn man es genau nimmt. Joscha Weber hat in unserem Bericht eine Aussage von Manuel Kirfel zitiert. Also etwas was Manuel ihm so nach dem Rennen erzählt hat, weil er es selber so wahrgenommen hat. Der Bericht wird dann auf der Rückfahrt im Auto geschrieben. Eine Tatsachenüberprüfung ist daher schwer. Aber deshalb ist es ja auch keine Behauptung, sondern ein Zitat! Das muss in der Sache ja nicht richtig sein. Aus Manuels Sicht war er als Erster oben (allerdings erst nach der Kurve, wie auch auf Fotos bei Sportograf zu sehen ist!). Ihm war nicht bewusst an welcher Stelle die Zeitmessung (offensichtlich vorher) erfolgt ist.

      Daher habe ich ja auch bereits geschrieben, dass wir niemand seinen „Ruhm“ streitig machen wollen. Wie Du schon ganz richtig sagst … das hat Manuel auch gar nicht nötig!

      Und wie schon erwähnt ist es unmöglich immer alle Details eines Rennens 100%ig wiederzugeben. Man ist ja auch noch mit sich selbst beschäftig und nimmt nicht alles wahr. Wir freuen uns daher schon auf die Zusendung eines Links über Euren, sicherlich absolut objektiven und allen Fahrern gerecht werdenden, Bericht! Bis dahin … alles Gute!

  3. Erstmal danke für das Antworten/freischalten etwas kritischerer Beiträge :) Warum Merkur und Strassacker (hatten jeweils Fahrer vorne) andere Interessen bzgl. der Nachführarbeit gehabt haben sollen verstehe ich auf Anhieb zwar nicht, aber dazu kenne ich die genauen Fahrerkonstellationen zu schlecht.

    Eine kleine inhaltliche Anmerkung zum Rennbericht: am dritten Anstieg war es mitnichten Strassacker oder Merkur die „das Feuer“ eröffneten, es waren 2 Fahrer des (unbekannten) DGD Racing Teams die das Tempo am Anstieg verschärften und die erfolgreiche Selektion eröffnete. Ist aber natürlich schöner im Text, wenn man nicht „unbekannter Fahrer xyz“ schreiben muss sondern nur Fahrer der großen Teams, die man namentlich kennt, erwähnt 😉

  4. Holger Koopmann

    Lieber Ralf, wir versuchen alles in unseren Berichten das Rennen so getreu wie möglich wiederzugeben. Dabei sind wir natürlich auch sehr stark darauf angewiesen was wir im Rennen selbst mitbekommen und was uns unsere und andere Fahrer berichten. Natürlich kann man sich da auch einmal täuschen. Nach Manuels Darstellung war er zumindest nach der Abfahrt in deutlicher Führung und erst anschließend schlossen einzelne Fahrer zu ihm auf. Natürlich wollen wir niemanden den Anspruch streitig machen als Erster (zumindest bei der Zeitnahme der Bergwertung) über den Hohen Hagen gefahren zu sein. 😉

    Lieber Daniel, es gehört sicherlich zu den normalen Abläufen in einem Radrennen, das man solche taktischen Mittel einsetzt. Team Merkur hatte in dem Moment vermutlich ganz andere sportliche Interessen (z.B. Sprint für Daniel Knyss anfahren) warum man sich aktiv an der Nachführarbeit beteiligt hat. Das hat daher nichts mit „Gentlemens like“ oder nicht zu tun. Im nächsten Rennen kann dies bereits wieder ganz anders aussehen. Das kommt ganz auf die Rennsituation an und macht aus unserer Sicht Radrennen ja so spannend und reizvoll. Gerade im höherklassigen Radsport wirst Du solch taktisches Verhalten noch viel öfter feststellen. Was sollte verkehrt daran sein. Es ist nicht unsere Aufgabe für ein gutes Ergebnis einzelner Fahrer zu sorgen. So hat jeder seine unterschiedlichen Interessen und wir haben schon oft genug erlebt das es andersherum ist! Dann müssen wir arbeiten und andere schauen zu (z.B. in der Zufahrt zum Hohen Hagen geschehen). So ist Radsport!

    „Wir freuen uns aber, dass Ihr unsere Berichte so aufmerksam verfolgt und Interesse an unserem Team zeigt! Bis bald beim nächsten Rennen!“

  5. Schade das es nicht so ein schönes Wetter war. Ich wollte eigentlich auch dahin als Zuschauer.

  6. Starke Leistung, aber als erster über die Kuppe am Hagen ist ein Göttinger gefahren und euer Manuel nur drei Radlängen dahinter als Zweiter. Als Zuschauer hat man da genug gesehen. 😉

  7. Das siegreiche Team Merkur hatte auch 2 Fahrer im 2. Feld und fuhr dort sportlich fair ohne aktives Stören der Nachführarbeit mit. Klar man muss nicht voll vorne mit rotieren aber sich nach vorne spülen zu lassen ohne in den Wind zu gehen ist nicht Gentlemens like.

Wir freuen uns über Deinen Kommentar zu diesem Artikel: