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Skoda Velorace 2017 – Christian Thomas siegt

Christian Thomas sprintet mit 63 Km/h zum Sieg

Meist arbeitet er als Edelhelfer für seine Teamkollegen, in Dresden triumphiert er selbst: Christian Thomas gewinnt das Skoda Velorace im Massensprint und sichert Team Strassacker damit den dritten Saisonsieg im German Cycling Cup.

Ein zaghaftes Lächeln huscht über sein Gesicht, mehr nicht. Das Lachen verkneift sich Christian Thomas aber – noch: „Ich glaube es erst, wenn ich es schwarz auf weiß lese“, sagt er und meint damit die Ergebnisliste beim Skoda Velorace Dresden. „Eigentlich müsste es gereicht haben, aber es war sehr knapp.“

Ein paar Minuten zuvor: Das Peloton des 105 Kilometer langen 7. German-Cycling-Cup-(GCC)-Rennens biegt auf die Zielgerade ein. Die misst gut vier Kilometer, führt durch das Elb-Tal und weist einen unsichtbaren Gegner auf: Gegenwind. Strassacker übernimmt dennoch die Kontrolle des Rennens: Holger Koopmann setzt sich an die Spitze des auf 70 Fahrer zusammengeschrumpften Feldes. Mit großem Krafteinsatz hält er das Tempo bis zur Flamme Rouge aufrecht. Dahinter fehlt dann ein Teamkollege, zwei andere Fahrer übernehmen. Doch Christian Thomas und Joscha Weber haben sich direkt dahinter eine gute Ausgangsposition erkämpft.

Ein Kampf um Zentimeter am Elbufer

Der Sprint beginnt als Joscha Weber rund 500 Meter vor dem Zielstrich für seinen Teamkollegen anzieht und das Tempo erhöht. Aus dem Windschatten springt Christian Thomas im Stile eines Klasse-Sprinters an ein weiteres Hinterrad und geht bei 200 Meter selbst in den Wind. Mit 63 Km/h Topspeed und einem Tigersprung hechtet der ehemalige Triathlon-Bundesligist über den Zielstrich – und gewinnt mit wenigen Zentimetern Vorsprung vor dem ehemaligen A-Amateur Serge Herz und Stefan Reimer (beide Leeze-Biehler). Ebenfalls nur Zentimeter dahinter: Florian Anders, der mit einer Aufholjagd auf der Zielgeraden noch Vierter wird.

Als es offiziell ist, kann Thomas seinen Sieg endlich fassen: „Das war perfekt! Ich hätte nicht gedacht, dass ich heute gewinnen kann“, freut sich der Gymnasial-Lehrer, der damit auch eine starke Leistung seiner Mannschaft krönt. „Christian hat bestätigt, was sich in den letzten Wochen angedeutet hat. Er ist in sehr guter Form und sollte sich heute für den Sprint schonen. Und das hat er dann zu 100 Prozent umgesetzt“, lobt Holger Koopmann, Capitain de la Route bei Team Strassacker, den Sieger. Durch eine starke Sprint-Leistung sichert sich das Leeze-Biehler-Team den Sieg in der Mannschaftswertung, gefolgt von Strassacker und Merkur. Team Strassacker verteidigt damit seine souveräne Führung in der GCC-Team-Gesamtwertung.

Rückschlag im Kampf um Gelb

Ein anderes Ziel für das Dresdener Rennen geht nicht auf: Mit einer konzentrierten, durch das gesamte Team vorbereiteten Attacke wollten die Renner in Celeste ihren Kapitän Hanno Rieping in eine Spitzengruppe schicken. Doch Rivale Daniel Knyss ist hellwach und kontert den Vorstoß mit seinem Team erfolgreich. So bleibt es bei einzelnen, nicht sehr langlebigen Attacken aus dem Feld heraus. Durch die Tempoarbeit vor allem durch Strassacker und Merkur steigt das Stundenmittel auf 44,5 Km/h – und somit kommt kein Ausreißer lange weg. Marco Schuchert, Benjamin Albers, Johannes Zorniger und Thomas Krecken bringen sich dabei voll für das ihr Team ein.

Im Sprint geht für den Strassacker-Kapitän Hanno Rieping dann aber einiges schief: „Bis 500 Meter vor dem Ziel hatte ich eine super Position, dann wurde ich komplett eingebaut und konnte nicht sprinten“, ärgert sich Rieping, der als 42. einige Punkte im Kampf um das Gelbe GCC-Trikot einbüßt. Denn Merkur-Kapitän Daniel Knyss wird in Dresden Fünfter und führt nun in der Gesamtwertung mit 2.410 Punkten vor Hanno Rieping 2.358 und dem neuen dritten Christian Thomas mit 2.291 Punkten. Kai Miebach hält mit dem 5. Platz und 2.289 weiterhin den Anschluss. „Die Tatsache, dass bislang drei Rennen der GCC-Serie von drei verschiedenen Strassackerfahrern gewonnen wurden, zeigt das Leistungsvermögen in diesem Team“, lobte Teamchef Franco Adamo den Sieger Christian Thomas und das gesamte Team. „Eine starke Leistung, auch wenn unsere gesteckten Ziele im Vorfeld für Dresden nicht erreicht wurden.“ Zum Saisonfinale warten nun noch der Riderman im Schwarzwald und nur zwei Tage später der Sparkassen Münsterland Giro auf das Team der Kunstgießerei aus Süßen.

01. Christian Thomas

02. Serge Herz (Leeze-Biehler)

03. Stefan Reimer (Leeze-Biehler)

04. Florian Anders

24. Joscha Weber

26. Benjamin Albers

39. Marco Schuchert

43. Hanno Rieping

48. Denis Holsinger

50. Kai Miebach

70. Holger Koopmann

87. Johannes Zorniger

88. Thomas Krecken

Bericht von: Joscha Weber

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Über Piero Adamo

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