Team Strassacker - Rund um Köln 2017

Rund um Köln 2017 – Hitzeschlacht am Rhein

In seinen bisher 101 Austragungen hat der Radklassiker Rund um Köln schon viel erlebt: Schnee, Regen und in diesem Jahr tropische Temperaturen. Bei rund 30 Grad im Schatten zeigten auch die Fahrer des Teams Strassacker ihre Hitzebeständigkeit und verteidigten ihre Führung in der Team-Gesamtwertung des GCC erfolgreich.

Die Ansage war klar: Das Rennen sollte schwer gemacht werden. Angesichts der hohen Temperaturen keine komplizierte Aufgabe für die Strassacker-Fahrer, die mit dieser Teamtaktik dem Rennen den eigenen Stempel aufdrücken wollten. Mit mehreren kletterstarken und tempofesten Fahrern in den eigenen Reihen sollte das mit 126 Kilometern und rund 1300 Höhenmetern anspruchsvolle Rennen Rund um Köln das perfekte Terrain für die Mannschaft aus Süßen sein. Eigentlich.

Zu Beginn ging der Plan voll auf: Aus Köln heraus bis zum ersten Berg bei Scheuren kontrollierten Benjamin Albers, Marco Schuchert, Jan Münch und Thomas Krecken gemeinsam mit einigen Fahrern des Teams Merkur das Feld. Geschlossen ging es in den ersten Anstieg, in dem das bis dahin noch sehr große Peloton verkleinert wurde. Nicht mehr dabei war zu diesem Zeitpunkt leider Holger Koopmann. Der Capitain de la route des Teams fiel mit einer ausgefallenen Schaltung zurück und musste das Rennen als Zuschauer mit ansehen – angesichts seiner zuletzt beeindruckenden Form ein echter Verlust für Strassacker.

Scharfrichter Ferrenberg

Die beiden folgenden kurzen Anstiege hinauf nach Sand und zum Schloss Bensberg spielten wie erwartet keine größere Rolle. Der anschließende Abschnitt bot dann schon mehr Spektakel: Auf dem Weg nach Lüghausen gingen mehrere Attacken, die Timo Dahlheimer, Chris Mai und Joscha Weber neutralisierten, ehe die Vorentscheidung fallen sollte. Am schwersten Berg des Tages, dem steilen Ferrenberg in Overath, wurde ein scharfes Tempo angeschlagen, das im Verlauf des Anstiegs und auf dem welligen Abschnitt im Anschluss zu einer erheblichen Selektion führte: „Nils Kessler hat hier das Tempo gemacht und so die Spitzengruppe stark verkleinert“, lobte Teamchef Franco Adamo später im Ziel. Nur noch rund 25 Fahrer bildeten fortan den Kopf des Rennens.

Strassacker forcierte weiter das Tempo, doch auch auf dem langen Anstieg von Immekeppel nach Bärbroich gelang es nicht, Hauptkonkurrent Daniel Knyss (Merkur) abzuschütteln. Bei der zweiten Überfahrt der Rampe in Sand schaffte es dann aber tatsächlich ein Duo, sich abzusetzen: Nils Kessler und der Belgier Anthony Spysschaert (Team DKS), zu denen sich später noch der russiche Ex-Profi Matvei Zubov gesellte. Auch Hanno Rieping probierte es auf dem Kopfsteinpflaster des Schlosses in Bensberg mit einer weiteren kraftvollen Tempoverschärfung, um an die Ausreißer heranzukommen, doch die Verfolger blieben an ihm dran. „Wir haben es mehrfach versucht, aber die Gruppe blieb zusammen. Und Daniel Knyss ist wirklich stark gefahren“, zollte Hanno Rieping seinem Kontrahenten Respekt.

Perfekte Sprintvorbereitung

Das Spitzentrio, in dem Zubov am Ende nicht mehr mitführte, wurde schließlich erst auf den letzten Kilometern gestellt. Chris Mai, Denis Holsinger und Christian Thomas übernahmen jetzt die Führung und bereiteten ihren beiden endschnellen Teamkollegen Hanno Rieping und Kai Miebach den Sprint mustergültig vor. Am Ende musste sich Göttingen-Sieger Hanno Rieping allerdings Daniel Knyss geschlagen geben, der souverän aus dem Windschatten vorbeizog und gewann. Dritter wurde nach Zielfotoentscheid Ex-Professional-Continental-Fahrer Zubov knapp vor Kai Miebach.

Auch wenn Einzel- und Teamsieg dieses Mal an die Konkurrenz gingen, war der Teamchef zufrieden: „Nils Kessler hat dem Rennen seinen Stempel aufgedrückt und so die Spitzengruppe stark verkleinert. Er hat über weite Strecken hinweg das Tempo hoch gehalten. Schade dass sein Kampfgeist nicht durch einen Podiumsplatz belohnt wurde“, würdigte der Teamchef seinen Fahrer und ergänzte: „Aber auch der Rest des Teams hat heute wieder einmal gezeigt, dass Strassacker zurecht in der Mannschaftswertung des GCC auf Platz eins steht.“

In der Teamwertung belegte das Team hinter der Merkur-Auswahl dieses Mal Rang zwei, verteidigte aber souverän die Gesamtführung im German Cycling Cup. In der Einzelwertung rücken Hanno Rieping, Kai Miebach und Christian Thomas auf die Ränge zwei, drei und vier vor und in den Top 15 finden sich mit Denis Holsinger, Timo Dahlheimer und Florian Anders noch vier weitere Strassacker-Fahrer. In knapp zwei Wochen hat das Team in Schleiz erneut auf anspruchsvollem Terrain die Chance, weiter Boden gut zu machen.

Ergebnisse Team Strassacker Rund um Köln 2017:

02. Hanno Rieping

04. Kai Miebach

21. Denis Holsinger

23. Christoph Mai

24. Christian Thomas

25. Nils Kessler

30. Joscha Weber

32. Timo Dahlheimer

44. Benjamin Albers

55. Florian Anders

 

Bericht von: Joscha Weber

Rund_um_Koeln_Team_Strassacker_01 Rund_um_Koeln_Team_Strassacker_02 Rund_um_Koeln_Team_Strassacker_03 Rund_um_Koeln_Team_Strassacker_04 Rund_um_Koeln_Team_Strassacker_05 Rund_um_Koeln_Team_Strassacker_06 Rund_um_Koeln_Team_Strassacker_07 Rund_um_Koeln_Team_Strassacker_08 Rund_um_Koeln_Team_Strassacker_09 Rund_um_Koeln_Team_Strassacker_10 Rund_um_Koeln_Team_Strassacker_11 Rund_um_Koeln_Team_Strassacker_12

Über Piero Adamo

Lesenswert

Team-Strassacker-2017-Titel

Vorbereitung auf die GCC-Saison 2017

Am vergangenen Samstag (21.01.2017) hatte das Team Strassacker als Vorbereitung auf die GCC-Saison 2017 seine …

Wir freuen uns über Deinen Kommentar zu diesem Artikel: