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Rad am Ring 2018: Florian Vrecko fährt trotz Sturz auf Rang zwei

Regen, Wind, Hitze – Rad am Ring war in diesem Jahr nicht nur ein Kampf gegen den Berg, sondern auch ein Kampf mit den Elementen. Team Strassacker gewann trotz ein paar Ausfällen die Mannschaftswertung und brachte mit Florian Vrecko auch einen Fahrer auf das Podium.

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Pitsch, patsch. Plötzlich fallen dicke Tropfen auf den Asphalt. Das Prasseln des Regens wird lauter, Bremsen quietschen. Aus Rad am Ring wird ein anderes Rennen. Kurz zuvor am Start zeigte das Thermometer am Garmin noch 34 Grad in der Sonne. Jetzt ist die Temperatur spürbar gefallen und der Himmel hat seine Schleusen geöffnet. All dies geschieht kurz bevor sich das Spitzenfeld zum zweiten Mal in die Abfahrt hinab nach Adenau stürzt. Es ist technisch die heikelste Passage der Nordschleife: kurvig, schnell und mit ständigen Richtungswechseln.

„Langsam, Jungs“, ruft Florian Vrecko, der sich als Erster in die Abfahrt stürzt. Doch ausgerechnet ihn erwischt es. In einer schnellen Rechtskurve rutscht ihm der Reifen weg und der Rad am Ring-Sieger von 2016 landet unsanft auf dem Allerwertesten. Schnell steht er wieder auf und setzt die Fahrt mit zerrissener Hose und einigen leicht blutenden Schürfwunden fort. „Nichts Ernstes. Die Kurve ist halt sehr gefährlich im Nassen, da der Gummiabrieb der Autos die Strecke hier rutschig macht“, wird er später im Ziel sagen. „Die Körner, die ich bei der Aufholjagd gelassen habe, hätte ich im Finale gut gebrauchen können.“ Die auf der Abfahrt entstandenen Löcher und das hohe Tempo hinauf im zweiten Anstieg zur Hohen Acht sorgen für eine weitere Selektion im Feld, der auch einige Strassacker-Fahrer zum Opfer fallen.

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Auf den Regen folgt die Hitze
Danach hält die Gruppe an der Spitze einigermaßen zusammen, während das Thermometer wieder die 30 Grad überschreitet. Der Schweiß fließt in Strömen, es muss viel getrunken werden. Zum Glück steht ein erstklassiges Betreuerteam am Steilstück der Hohen Acht und verpflegt die Mannschaft aus Süßen in jeder Runde mit Getränken. Dennoch fallen mit Tom Walther und Holger Koopmann auch zwei erfahrene Rennfahrer den anspruchsvollen Bedingungen zum Opfer und müssen das Rennen aufgeben.

In der vorletzten Runde wagen Chris Mai und Florian Vrecko gemeinsam mit dem belgischen Transalp-Sieger Frederic Glorieux (Team Grinta!) auf der Grand-Prix-Runde einen Vorstoß: „Aber das Team BKK tat alles dafür, das Loch wieder zu schließen, was ihnen auch schließlich gelang“, sagt Florian Vrecko später. Auch weitere Attacken, unter anderem durch den Belgier Matthias Van Den Bergh (Bioracer Granfondo Team), werden vereitelt. Die Hauptlast der Arbeit liegt hier beim Team Strassacker.

Attacken und Ausscheidungsfahren an der Hohen Acht
Die sechste und letzte Überfahrt der vier Kilometer langen und im Schnitt sechs Prozent steilen Hohen Acht bringt die Entscheidung. Matthias Van Den Bergh setzt sich ab, einzelne Fahrer versuchen zu folgen. Chris Mai versucht es, muss aber zurückstecken, das Tempo ist zu hoch. Ein anderer Strassacker-Fahrer, kann nachsetzen: „Ich musste erstmal eine Lücke aufgehen lassen und bin mein eigenes Tempo gefahren“, so Vrecko. „Ich habe im Flachstück zu Matthias Van Den Bergh aufschließen können, aber als er im finalen Steilstück hoch zur Hohen Acht erneut attackierte, hatte ich nichts mehr entgegenzusetzen.“

Es folgt ein Einzelzeitfahren der beiden Solisten an der Spitze: Matthias Van Den Bergh gewinnt das Rennen klar und verdient, dahinter jubelt Florian Vrecko über Rang zwei. Im Sprint der Verfolger unterliegt Chris Mai nur ganz knapp dem GCC-Gesamtführenden Valentin Szalay und wird starker Vierter, Nils Kessler wird Sechster. Florian Anders bringt als Elfter den Teamsieg „nach Hause“. „Wir können mit dem Ausgang des Rennens hochzufrieden sein, auch wenn wir einige Ausfälle zu bedauern hatten“, sagt Teamchef Franco Adamo im Ziel. „Zum Glück ging der Sturz von Florian Vrecko glimpflich aus. Das ganze Team hat bei diesen wechselhaften Bedingungen alles gegeben. Die Ergebnisse zeigen, dass wir das stärkste Team im Rennen waren.“ Nächstes Highlight für die Strassacker-Fahrer: Der Highlander Radmarathon in den österreichischen Alpen.

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Ergebnisse Rad am Ring 2018

1. Matthias Van Den Bergh (Bioracer Granfondo Team)

2. Florian Vrecko

3. Valentin Szalay (BKK Mobil Oil Cycling Team)

4. Chris Mai

6. Nils Kessler

11. Florian Anders

17. Thierry Henz

19. Florian Bauer

27. Joscha Weber

36. Hanno Rieping

40. Denis Holsinger

50. Caspar Rüter

58. Jan-Christoph Münch

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Besten Dank an Nina Elsässer (Facebook-Link) und Markus Stera (Facebook-Link) für das Bildmaterial !

Über Florian Anders

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