Race am Rhein 2016

Race am Rhein – Holger Koopmann triumphiert

Bei der Premiere des Düsseldorfer Race am Rhein gelingt dem Team Strassacker außergewöhnliches: Auf der Strecke der ersten Tour-de-France-Etappe 2017 dominiert die Kunstgießerei-Equipe und gewinnt die Einzel- sowie Teamwertung. Und auch die Art und Weise war beeindruckend.

Die Ungeduld war ihm förmlich anzusehen. Holger Koopmann wirkte wie ein Rennpferd in der Box, das den Start kaum noch abwarten konnte. Der Start zum Race am Rhein war zwar längst erfolgt, doch das eigentliche Rennen sollte noch beginnen und Holger Koopmann hatte sich vorgenommen, dabei eine Hauptrolle zu spielen. Während der ersten 46 Kilometer langen Runde von Düsseldorf nach Mettmann hielt der Strassacker-Routinier die Füße still, auch wenn es ihm schwer fiel: „Der Plan war, bis zur zweiten Runde abzuwarten und vorher mal nicht ständig mitzuspringen. Aber das fällt mir bekanntlich schwer“, sagte Koopmann später. Diese Aufgabe erfüllten in Runde eins seine Teamkollegen: Zunächst David Hörner mit einer Tempoverschärfung am ersten Anstieg hinauf zur Düsseldorfer Galopprennbahn auf dem Grafenberg, wo nächstes Jahr die ersten Bergpunkte der Tour de France vergeben werden. Dann übernahmen Florian Anders, Marco Schuchert und Joscha Weber und kontrollierten das Feld.

Eingangs der zweiten Runde testete Holger Koopmann erstmals mit einer Attacke die Konkurrenz. Doch noch ließ das große Feld ihn nicht weg. Im dritten Anstieg des Tages fuhren die Fahrer in Celeste dann ein Mannschaftszeitfahren: Von der Spitze zeigte Team Strassacker Präsenz und ein hohes Tempo – mit Folgen. Das Peloton verkleinerte sich durch die Tempoverschärfung von 300 auf 27 Fahrer. Die Pace fand selbst Radprofi Nikias Arndt (Giant-Alpecin), der das Rennen gemeinsam mit Christian Knees (Team Sky) außer Konkurrenz mitfuhr, beeindruckend: „Das ist schon ziemlich schnell, was ihr da fahrt“, meinte Arndt während des Rennens zu Holger Koopmann.

Einzelzeitfahren zum Sieg

Der fasste sich auf der Abfahrt vom vierten und letzten Anstieg des Tages bei Mettmann ein Herz und griff erneut an. Schnell erarbeitete er sich eine Lücke, während seine Teamkollegen hinten erfolgreich die Nachführarbeit behinderten. Alleine im Wind musste Koopmann dennoch großes leisten, um nicht eingeholt zu werden: „Ich habe einfach voll durchgezogen. Ich wusste, was ich kann und am Ende hat es diesmal tatsächlich gereicht“, freute sich der Capitaine de la Route im Team, der gut 20 Sekunden Vorsprung ins Ziel rettete. Seinen 15,5 Kilometer langen Ausreißversuch fuhr Koopmann mit einem beeindruckenden Stundenmittel von 47,6 km/h. Das Rennen endete mit einem Stundenmittel von 43 km/h – ein weiterer Beleg für das weiter steigende Niveau im Jedermannbereich.

Hinter Solosieger Koopmann räumte Team Strassacker weitere Top-Platzierungen ab: Kai Miebach wurde im Sprint des Feldes Dritter, Timo Dahlheimer Vierter und Florian Anders Sechster – ein überlegener Sieg also auch in der Teamwertung. Dazu kamen weitere Siege in den Altersklassen durch Katja Willöper, Holger Koopmann, Kai Miebach und David Hörner. „Ein dicker Glückwunsch an Holger zu seinem tollen Sieg. Aber Kompliment auch an das Team zu den vielen super Platzierungen“, lobte Teamchef Franco Adamo, der nach dem sensationellen Abschneiden beim Ötztaler Radmarathon erneut hochzufrieden mit seiner Mannschaft war. Nun wartet auf die Équipe aus Süßen noch der dreitägige RiderMan am kommenden Wochenende sowie der Saisonabschluss beim Münsterland Giro.

Ergebnisse Race am Rhein:

1. Holger Koopmann

3. Kai Miebach

4. Timo Dahlheimer

6. Florian Anders

15. Marco Schuchert

27. Christian Thomas

38. Joscha Weber

4. Katja Willöper

 

Bericht: Joscha Weber

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Über Piero Adamo

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