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Leipzig 2017 – Drittes Rennen, dritter Team-Sieg…

Die Saison ist noch jung, doch Team Strassacker feiert bereits eine kleine Serie: Mit dem dritten Team-Sieg im dritten GCC-Rennen setzt die Kunstgießerei-Mannschaft bei den Leipziger Neuseenclassics ihre Erfolgsbilanz im German Cycling Cup fort.

Ein idyllisches Bild: Die Sonne funkelt im Wasser des Störmthaler Sees, auf dessen grünen bewachsenen Rändern sitzen Familien und picknicken, darüber strahlt der Himmel in sanftem Azurblau. Dann ein Luftzug und plötzlich jagt ein bunter Wurm durch die malerische Seenlandschaft: Die Spitze des 100-Kilometer langen GCC-Rennens rund um Leipzig rauscht mit hoher Geschwindigkeit über den Radweg, der durch den ehemaligen Braunkohletagebau führt. Am Ende steht ein Stundenmittel von deutlich mehr als 43 Km/h und dafür sorgen auch die Fahrer des Teams Strassacker.

Von den ersten Kilometern raus aus Leipzig sind die Renner in Celeste an der Spitze präsent,  machen das Tempo und kontrollieren das Feld. Vor allem die unermüdlich arbeitenden Marco Schuchert und Benjamin Albers sind auf den ersten 40 Kilometern quasi permanent an der Spitze des Rennens. Albers fällt kurz darauf mit einem Schlauchplatzer just in einer 16-Prozent-Rampe am Seeufer zurück. Genau dort verkleinert sich das Feld durch eine Tempoverschärfung auf rund 65 Fahrer.

Timo und Holger in der Attacke

Dann geht es auf eine zweite Runde um das ehemalige Braunkohlegebiet Espenhain, das 2001 teilweise geflutet wurde, und die Attacken beginnen: Fluchtspezialist Christian Müller (SC Hoyerswerda) probiert es gleich mehrfach mit beherzten Vorstößen und zwingt Team Strassacker so zur Verfolgung. Kurz darauf probierten es Timo Dahlheimer und Holger Koopmann, doch auch ihr Fluchtversuch wird vom aufmerksamen Feld nach einigen Kilometern wieder beendet.

Da sich auch bei der zweiten Überfahrt der kurzen Serpentinenrampe niemand absetzen kann, ist klar, dass die Entscheidung auf den letzten Kilometern zurück nach Leipzig fallen muss: Mit hohem Tempo jagt das Feld zurück in die Stadt, vorbei am Völkerschlachtdenkmal Richtung Ziel Alte Messe. Der Strassacker-Zug findet sich nicht richtig und die Sprintvorbereitungen werden etwas chaotisch. „Gefühlt bin ich das Finale von Position 50 aus gefahren und musste viel riskieren, um nach vorne zu kommen“, wird Hanno Rieping später im Ziel erzählen. Das Hinterrad, an dem er auf die Zielgerade einbiegen wollte, ist da weit entfernt: Christian Thomas fährt das Finale wie geplant von vorne – ungewollt allerdings als optimale Vorbereitung für Daniel Knyss (Merkur Druck), der das Rennen wie im Vorjahr mit geradezu spielerischer Leichtigkeit im Massensprint vor Karsten Heß (Bachus Bike) und Marek Bosniatzki (Bürstner Cycling) gewinnt. Mit einer großen Energieleistung sprintet Hanno Rieping wie schon am Hockenheimring noch auf Rang vier, dicht gefolgt von Christian Thomas (7.) und Kai Miebach (9.). Florian Anders sichert mit seinem 14. Platz den Sieg in der Teamwertung.

Enges Rennen um das Gelbe Trikot

„Mit dem dritten Mannschafts-Sieg im dritten Rennen sind wir auf dem besten Weg Richtung Gesamtsieg, auch wenn noch viel passieren kann. Und auch in der Einzelwertung haben wir noch einige Hoffnungen“, freut sich Teamchef Franco Adamo und Capitain de la Route Holger Koopmann ergänzt: „Das war eine ganz starke Mannschaftsleistung. Im Finale lief zwar nicht alles glatt, aber unter dem Strich ist das Ergebnis sehr gut für uns.“

In der Gesamteinzelwertung des GCC rückt die Spitze enger zusammen: Marek Bosniatzki führt (Bürstner Cycling, 1020 Punkte) vor Daniel Knyss (Merkur Druck, 1018), Hanno Rieping (Strassacker, 1000), Kai Miebach (Strassacker, 963), Anton David Breuste (Leeze-Biehler, 960) und Christian Thomas (Strassacker, 945 Punkte). Am 11. Juni geht es auf anspruchsvollerem Terrain Rund um Köln für das Team weiter.

Ergebnisse Neuseenclassics 2017:

04. Hanno Rieping

07. Christian Thomas

09. Kai Miebach

14. Florian Anders

19. Timo Dahlheimer

20. Joscha Weber

29. Denis Holsinger

47. Holger Koopmann

Rennbericht von: Joscha Weber

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Über Piero Adamo

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