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Highlander Radmarathon: Florian Vrecko fährt auf den zweiten Platz

Der Highlander Radmarathon ist mit seinen 187 Kilometern und 4040 Höhenmetern nicht nur eines der anspruchsvollsten Radevents im Alpenraum, sondern gleichzeitig eine ideale Vorbereitung auf den Ötztaler Radmarathon am 2. September – beides gute Gründe für das Team Strassacker mit einem leistungsstarken Team am Start zu stehen. Dabei war vor allem Florian Vrecko mit seinem zweiten Platz äußerst erfolgreich, aber auch Nils Kessler konnte mit dem zehnten Platz überzeugen.

Von Beginn an hohes Tempo

Um 6 Uhr in der Früh fiel im österreichischen Hohenems nahe dem Bodensee der Startschuss und schon nach sieben Kilometern ging es das erste Mal zur Sache: Mit dem Anstieg zum Bödele warteten die ersten acht Kilometer bergauf auf die Fahrer und laut Vrecko ging es vorne direkt mit „krassem Tempo“ zur Sache. Dadurch zersplitterte das Feld schnell in diverse Gruppen, was auch auf dem langen Flachstück bis zum Hochtannbergpass für ein hohes, aber unrhythmisches Tempo sorgte, da sich die einzelnen Gruppen gegenseitig verfolgten. Hier hielten sich die Fahrer in Celeste taktisch klug etwas zurück, denn mit dem Hochtannbergpass, Flexenpass, Faschinajoch und Furkajoch sollten noch einige Höhenmeter folgen.

Vorentscheidung auf der Abfahrt

Eine Vorentscheidung fiel auf der langen Abfahrt vom Flexenpass, denn hier konnte sich Florian Vrecko mit einer Dreiergruppe absetzen, die aber schnell zu einer Zweiergruppe wurde. Die beiden Ausreißer Vrecko und Alexander Steffens harmonierten sehr gut, wenn beide auch unterschiedliche Ziele verfolgten. Denn Steffens war auf der kurzen Strecke unterwegs und in Thüringen (Österreich) an der Streckenteilung trennten sich die Wege der beiden Fluchtgefährten nach kurzem Handshake. Vrecko war jetzt alleine an der Spitze des Rennens: „Ab Thüringen habe ich direkt weiter Tempo gemacht und bin die ersten 20 Minuten des Faschina richtig schnell angefahren, wusste aber, dass es gegen Nothegger schwer werden würde.“ Gemeint war Tour-de-Kärnten-Sieger Mathias Nothegger und der Österreicher war dann auch der einzige, der Vrecko noch einholen konnte und zwar in der letzten Galerie vor dem Faschinajoch. Nothegger ließ Vrecko stehen und fuhr einen ungefährdeten Solosieg ein. Am letzten Berg ließ Vrecko dann, genauso wie auf der folgenden Abfahrt, nichts mehr anbrennen und konnte sich so nach 5:17:40 Stunden als Zweiter des Highlander Radmarathons feiern lassen. Neben Vrecko hatte auch sein Transalp-Partner Nils Kessler Grund zu Freude, denn mit dem zehnten Platz konnte er erneut seine tolle Form unter Beweis stellen. Daneben konnte Holger Koopmann auf der kürzeren Strecke „Rund um Vorarlberg“ mit dem achten Platz ebenfalls unter die Top Ten fahren.

Section-Control“ und Lichpflicht

Neben der landschaftlich reizvollen und sehr anspruchsvollen Strecke hatte der Highländer zudem mit seiner Lichtpflicht und einem neutralisierten Streckenabschnitt zwei für deutsche Jedermänner eher ungewohnte „Highlights“ zu bieten: Ersteres stellte sich in den vielen Tunnels und Galerien als sehr sinnvoll heraus, letzteres führte zu einigen interessanten Szenen, denn zahlreiche Fahrer stoppten in der Section-Control die Zeit (es galt nicht schneller als 14 min. zu sein) mit und nutzen den Streckenabschnitt zum regen Austausch mit Mitfahren, verpflegen oder für einen kurzen Pinkelstopp. Ob damit das Ziel der Maßnahme erreicht wurde sei dahingestellt, der guten Organisation tat sie aber keinen Abbruch, da der Abschnitt zudem nicht mit in die Wertung einfloss. Insgesamt war am Ende aber nicht nur Florian Vrecko, sondern auch die meisten anderen Strassacker-Fahrer mit ihren Ergebnissen zufrieden, zeigen sie doch im Vorfeld des Ötztaler Radmarathons in eine gute Richtung. Davor steht für das Team mit dem „Heimrennen“ in Stuttgart im Rahmen der Deutschlandtour aber noch ein ganz besonderes Rennen im Fokus.

Ziel-Interview mit Florian Vrecko: Facebook-Link

Livestream vom Highlander-Radmarathon: Highlander-Radmarathon.at

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Ergebnisse Highlander Radmarathon:

1. Mathias Nothegger (ohne Team)

2. Florian Vrecko

3. Andres Lenz (Geiger Medius Bike Base Team)

10. Nils Kessler

24. Denis Holsinger

45. Christian Thomas

115. Marco Schuchert

139. Timo Dahlheimer

 

Rund um Vorarlberg:

8. Holger Koopmann

Über Florian Anders

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