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Der Ötztaler Radmarathon 2015 ist Geschichte. Team Strassacker war mit dabei.

Der Ötzi 2015 ist Geschichte. Drei Strassacker Fahrer konnten sich platzieren und drei Mal erlebten sie ganz unterschiedliche Rennen. Die größte persönliche Zeitverbesserung schaffte dabei Katja Troschka, die sich um eine Stunde verbesserte und unter 11 Stunden Fahrzeit blieb.

Wie es unseren beiden männlichen Finishern, Nils Kessler und Peter Weingrill, erging werden sie Euch hier mit eigenen Worten schildern:

Am Sonntag war es wieder soweit – Ötztaler Radmarathon. Seit 2011 das sportliche Highlight meiner Saison und in diesem Jahr zum ersten Mal im Trikot des Teams Strassacker. Die Vorfreude war riesig, denn die Form stimmte und auch die Wetterprognose versprach nochmals traumhaft schöne Tage für dieses letzte Augustwochenende.

Um 5:00 Uhr klingelte der Wecker. Auf dem Weg zum Frühstücksraum checkte ich die Temperatur und stellte erstaunt fest – schon 15 Grad. Angesicht der erwarteten Hitze in Südtirol am Mittag war die Bekleidungswahl klar. Kurz- kurz! Das war einmalig für einen Ötztaler.

Dank meiner Platzierungen der letzten Jahre durfte ich aus dem 1. Startblock starten und so musste ich mich erst gegen 6:30 Uhr in Richtung Startaufstellung begeben. Hier traf ich auf die bekannten Gesichter aus der Radmarathon- und GCC-Szene.

Pünktlich um 6:45 Uhr fiel der Startschuss und für mich begann die unangenehmste Phase des Rennens – die schnelle und hektische Abfahrt nach Ötz. Nach knapp 40 Minuten war diese endlich vorbei und es ging hinauf Richtung Kühtai. Die Beine fühlten sich gut an und ich fand schnell in meinen Rhythmus. Das Tempo meiner Gruppe war ordentlich hoch und so brauchte ich nur ziemlich genau eine Stunde für die 1.200 hm aufs Kühtai – persönliche Bestzeit. Auf dem Kühtai machte ich den ersten von zwei geplanten Stopps. Mit zwei vollen Flaschen wollte ich unbedingt bis zum Jaufenpass durchfahren, um am Brenner meine Gruppe nicht zu verlieren.

In der Abfahrt nach Innsbruck lief wieder einiges zusammen und in der Auffahrt zum Brenner konnte ich mit meiner Gruppe den Anschluss zur ersten großen Gruppe um Topfavorit Enrico Zen und Jan Ullrich wieder herstellen. Diese erste größere Gruppe umfasste ca. 60 Fahrer und ich konnte im Windschatten locker mitrollen und mich ausgiebig verpflegen. In zügigem Tempo ging es Richtung Sterzing und meine Taktik war bis hierhin voll aufgegangen.

Am Jaufenpass fuhr ich mein eigenes Tempo und ich fühlte mich noch ziemlich gut. Auch für den dritten Pass des heutigen Tages brauchte ich für die 1.100 hm ziemlich genau eine Stunde – inklusive Stopp an der Verpflegungsstation. Die Spitze war zwar schon 15 Minuten voraus, aber ich lag super im Zeitplan für eine persönliche Bestzeit. Die Abfahrt vom Jaufen war sehr gefährlich. Der Straßenbelag wird jedes Jahr schlechter und man muss teilweise Slalom fahren, um den Schlaglöchern auszuweichen. Zudem waren hier noch einige „Freizeitradler“ unterwegs, die die abgesperrte Strecke nutzen wollten, um die Abfahrt ohne Autoverkehr zu befahren. Hierbei kam es zweimal fast zu einer Kollision.

Um 12 Uhr war ich in Sankt Leonhard und die Hitze schon jetzt enorm. Ich wusste jetzt zählt es. Also nochmals alle Kräfte mobilisieren. Auf den folgenden rund 30 km und 1.700 hm hinauf zum Timmelsjoch konnte man viel Zeit gutmachen, aber eben auch verlieren. Bis zur Labestation Schönau lief es noch recht gut und ich konnte noch einige Positionen gutmachen. In den finalen Kehren zum Timmelsjoch kam dann aber der gefürchtete „Mann mit dem Hammer“ – und zwar richtig. Auf einen Schlag ging nichts mehr! Geschwindigkeit konstant einstellig. Die Wahrnehmung total verschwommen. Mit war total übel und somit konnte ich auch keine Energie in Form von Gels oder Getränken mehr zu mir nehmen. Ich verlor auf diesem Abschnitt leider noch viele Positionen und Zeit. Somit kam ich erst um ca. 14 Uhr, also nach 2 Stunden bergauf, auf dem Timmelsjoch an.

Die Abfahrt nach Sölden konnte ich dank einer gut funktionierenden Gruppe recht schnell bewältigen und so reichte es am Ende noch zu einem 73. Platz in einer Zeit von 7:48 h – persönliche Bestzeit.

Diese Zeit ist sicherlich nicht schlecht und ich bin auch nicht unzufrieden. Allerdings wäre hier noch mehr möglich gewesen. Mein größter Fehler war sicherlich, dass ich zu wenig getrunken habe, um die Anzahl der Stopps zu minimieren. 5 Flaschen = 3,5 Liter waren bei diesen Bedingungen definitiv zu wenig. Somit werde ich wohl auch 2016 wieder am Start stehen, um vielleicht nochmals ein paar Minuten schneller zu sein.

Autor: Nils Kessler

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Als z.Zt. passives Mitglied im Team Strassacker wollte ich diese Jahr nur ein oder zwei Radmarathons Jahr fahren. Am letzten möglichen Tag zur Registrierung habe ich mich spontan zur Verlosung für den Ötzi angemeldet und, oh Schreck, gleich einen Startplatz zugelost bekommen. Mein Ziel war die gleiche Zeit wie im Vorjahr zu erreichen.

Trotz wieder sehr zeitiger Startaufstellung, habe ich genau an der gleichen Stelle wie im letzten Jahr am Start gestanden … weit hinten. Dank zwei professionell abfahrender Italiener, konnte ich viele Plätze Richtung Ötz gut machen.

Der Anstieg zum Kühtai lief gut und über Innsbruck bis zum Brenner konnte ich meine Zeit vom Vorjahr sogar um ein paar Minuten verbessern. Dann kam der Jaufenpass und ich musste wegen der Hitze mein Tempo verlangsamen.

Zum Timmelsjoch hoch lief es wieder besser, aber die verlorenen 20 Minuten über Jaufenpass bis St. Leonhard konnte ich nicht mehr aufholen. Meine Fahrzeit war dieses Jahr 8 h 51 min. und damit leider genau diese 20 Minuten langsamer als 2013.

Autor: Peter Weingrill

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