St. Johann 2010
Vizeweltmeisterin Martina
Ab sofort gibt es eine Vize Weltmeisterin in dem Team Strassacker !
Am Dienstag den 24. August ging es nachmittags mit der ganzen Familie Richtung St. Johann. Dort angekommen, bezogen wir zuerst unsere Ferienwohnung und verabredeten uns mit Frank und Volker zum gemeinsamen Abendessen. Das Essen war lecker und der Abend unterhaltsam.
Der Mittwoch zeigte sich von seiner sonnigen Seite. Morgens wurde gut gefrühstückt und um 10.00 Uhr ging es zur Strecke. Mein Start war um 11.43 Uhr angesetzt. Eine Stunde vorher setzte ich mich auf das Fahrrad und fuhr mich warm. Günter ging mit dem Zeitfahrrad zur Kontrolle und er musste dann noch an der Position eine Kleinigkeit verändern.
Aufgrund dessen konnte er mich beim Einfahren nicht begleiten. Mir gefällt es, mich hinter ihm einzufahren. Er fährt immer mit Druck und einer sehr hohen Trittfrequenz. Man nimmt diese dann automatisch auf.
Pünktlich wurde gestartet. Fünf, vier…eins- Ich stand auf und beschleunigte, schaltete, beschleunigte und brachte mich in die Zeitfahrposition. Der Tacho war willig, zeigte er doch 47 Km/h an. Wenn es doch die ganze Strecke so bleiben würde, dann wäre Zeitfahren ein tolles Vergnügen.
Doch kaum zu Ende gedacht, machte das Fahrrad einen Satz nach rechts. Hoppla ich sitz doch nicht auf einem Pferd – Der Wind wollte mitlenken. Das war ihm aber auch nicht genug, er wollte mich durch wechselnde Winde durcheinander bringen. Habe ich mir doch einen Wind nach Holgers Erzählungen gewünscht. „…die Frauen hatten immer Rückenwind…“
Bis zur Wende hatte ich meinen Tacho häufig dabei ertappt, dass er Geschwindigkeiten anzeigt, die ich nicht einmal erwähnen möchte.
Doch dann kam der Schock, nach der Wende, zeigte mein Tacho nur 40 Km/h Durchschnittsgeschwindigkeit an.
Hm, klar war, dass man bei dieser Durchschnittsgeschwindigkeit keinen Blumentopf holen kann. Ich konnte schon die Worte meiner pubertierenden Kinder hören. „Mama kann gar nicht mehr schnell fahren.“ „Jetzt verliert sie auch noch“…
Nein, das wollte ich mir nicht antun. Also gut, Berg schnell runter und wir (mein Fahrrad und ich) fahren nur noch schnell. Der Wind war mir gnädig und mein Tacho zeigte sich von seiner angenehmen Seite. Im Ziel zeigte er über 42 Km/h an. Die Zeit war in Ordnung und mir war der zweite Platz vergönnt.
Nachdem ich von allen geherzt wurde(die Strassis und die Lexxis können das besonders gut) und ich das Rennen mehrmals Revue passieren ließ, konnte ich meine Leistung auch anerkennen.
Die Feder gebe ich nun an Günter weiter. Die Zeitfahrmaschine baute ich um. Was soll ich zu dem Zeitfahren noch sagen. Die thermischen Winde wurden stärker und ich kann Martinas Aussagen nur unterstreichen. Die wechselnden Winde, die ich durch das Rütteln an meinem Zeitfahrhelm und Ausschlägen meines Tachos bemerkte. Die vor dem Rennen auftretenden Zweifel, soll ich es mit den flachen Zeitfahrspezialisten aufnehmen, doch auch dieses Mal wurden sie zur Seite geschoben. Bis zur Wende baute mich die Tatsache auf, dass ich die beiden vor mir gestarteten eingeholt habe. Den Loferberg mit 68 Km/h runter zu fahren machte richtig Spaß. Mit der Zeit sehnte ich mich immer mehr die nächste Kilometermarke herbei. Im Ziel erhaschte ich die Ergebniszeit. Was für eine Enttäuschung. Ich wollte doch eine 25 Minutenzeit wie letztes Jahr erreichen.
Nach der Durchsicht der klassenübergreifenden Zeiten, war ich dann doch mit meiner Leistung zufrieden.
Eine Stunde später startete der Dritte im Bunde, Frank Stenzel. Er hatte noch seine Zeit vom letzten Jahr gut zu machen. „Mein Gefühl war von Anfang an gut. Ich fand gleich meinen Tritt und bin zufrieden mit meiner Zeit von 26.58 Minuten.“
Vom Straßenrennen gibt es nicht viel zu sagen. Die Beine waren schwer und mental habe ich es dann schon an der Huberhöhe abgehakt.
Autorin: Martina Höllige
Team Strassacker stellt sich der Master‘s Weltelite
Mittwoch, 25. August 2010
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